Tête de Moine - Schweizer Mönchskopf Käse

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Tête de Moine - Schweizer Mönchskopf Käse

Kaum ein Käse verfügt über eine so lange Tradition in der Herstellung, wie der Tête de Moine aus der Schweiz und kaum ein Käse ist dabei zugleich so vollmundig aromatisch und zugleich würzig Geschmack.

Tête de Moine - Fromage de Bellelay

Der Tête de Moine AOP Käse trägt seine geschützte Herkunftsbezeichnung seit circa 1790. Die Ursprungsgeschichte dieses Käses aus dem Berner Jura reicht sogar schon fast 800 Jahre zurück.

Ein Käse mit Historie

Bereits im Jahr 1192, rund ein Jahrhundert vor der Gründung der Schweizer Eidgenossenschaft, werden die Mönche des Klosters Bellelay im Zusammenhang der Herstellung dieses besonderen Käses erwähnt. Zu dieser Zeit nutzten die Mönche den im Kloster hergestellten Käse als Zahlungsmittel, um den Jahreszins verschiedener Grundstücke zu begleichen. Die Verwendung des wertvollen Käses als Zahlungsmittel wurde über viele Jahrhunderte fortgeführt.

Nachdem 1797 die Mönche aus Bellelay im Zuge der Französischen Revolution aus dem Kloster vertrieben wurden, ist die Herstellung des Tête de Moine durch die lokalen Hofkäsereien übernommen worden. In der Mitte des 19. Jahrhunderts schließlich, wurde der Tête de Moine AOP Käse durch A. Hofstetter, einem Bauern aus Bellelay, auch einer größeren Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Hofstetter präsentierte den Käse auf verschiedenen Ausstellungen und erreichte damit gleich mehrere Preise. Inspiriert durch diesen Erfolg wurden in den Folgejahren mehrere Dorfkäsereien gegründet, um den Tête de Moine in großen Mengen auch für den Export produzieren zu können.

Wie kam der Tête de Moine zu seinem Namen?

Bis Ende des 18. Jahrhunderts wurde der Klosterkäse aufgrund seiner Herkunft als "Fromage de Bellelay" bezeichnet. Die erste schriftliche Erwähnung des Namens "Tête de Moine" (Mönchskopf) findet sich in einer Inventur des Jahres 1793. Demnach kam die heute geläufige Bezeichnung durch die Lagerung des Käses in den Klosterkellern zustande. Denn pro Mönch bzw. pro Mönchskopf wurde damals stets eine bestimmte Menge des Tête de Moine eingelagert, während lediglich die Überschüsse als Zahlungsmittel verwendet wurden.

Tête de Moine - Ein ganz besonderer Genuss

Traditionell wird der Tête de Moine nicht wie andere Käsesorten in Scheiben geschnitten oder gehobelt, sondern zum Verzehr in hauchfeinen Käserossetten abgeschabt. Seit 1981 gibt es für diese Zubereitung ein spezielles Werkzeug, die Girolle®, die von Nicolas Crevoisier erfunden wurde. Die Klinge der Girolle® schabt hauchdünne Rosetten der Oberseite des Käses ab, wodurch dessen Oberfläche vergrößert wird und sich der Geschmack des Mönchskopfkäses voll entfalten kann.

Wir empfehlen den Tête de Moine als Krönung einer Käseplatte oder zum Genuss zwischendurch. Bei der Verwendung einer Girolle® entfalten die hauchdünnen, zart schmelzenden Käserosetten am besten ihren vollmundigen, aromatisch bis würzigen Geschmack. Überzeugen Sie sich selbst!