Zwei unwiderstehliche Wanderungen am Walensee

Veröffentlich von Yanik

Quinten am Walensee

Zu jeder Jahreszeit besticht der Walensee mit seiner atemberaubenden Schönheit und unglaublichen Wasserfarbe. Umgeben von hohen Gipfeln liegt der bis zu 150 Meter tiefe See in den Kantonen St. Gallen und Glarus, in den östlichen Voralpen. Der Name bedeutet soviel wie „See der Welschen“. Vor langer Zeit bildete der See die Sprachgrenze zwischen den Alemannen im Westen und den Rätoromanen, den Welschen, im Osten. Durch seine geografische Lage zwischen den hohen Steilhängen, ist das Wasser des Sees deutlich kälter, als bei anderen Seen in der Umgebung. Diese niedrigeren Temperaturen führen zu einem verlangsamten Algenwachstum im See, was in einem oftmals außergewöhnlich klarem Wasser resultiert. Durch diese Eigenschaft wird der Walensee von Sporttauchern geschätzt, die in die Tiefen des Sees tauchen und die Schiffswracks am Grund erkunden.

 

Walenstadt - Quintenalt

Die Wanderung von Walenstadt nach Quinten dauert ca. 3,5 Stunden und es gilt 550 Höhenmeter zu überwinden.

Der Start der Wanderung ist die historische Walenstadt. Sie liegt am Ostufer des Walensees und ist eine der größeren Gemeinden des Kantons. Wahrzeichen wie die katholische Kirche St. Luzius und Florinus oder auch die Kapellen St. Wolfgang und St. Johannes Evangelist sind bedeutende und anerkannte Kulturgüter des Kantons. Am nördlichen und westlichen Rand der Stadt, sind noch heute Teile der Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert erhalten und können besichtigt werden.

Die Stadt ist problemlos mit dem Schiff, über die Autobahn oder mit dem Zug zu erreichen.

Der Anfang des Weges führt Sie kontinuierlich bergauf. Durch saftig grüne Wiesen hindurch müssen Sie sich durch den ersten Teil der Strecke kämpfen, bevor sich die Wege zu flachen Waldwanderwegen wandeln. Durch den Lindenwald gelangen Sie nach Garadur, wo sich der Blick auf die imposant aufragenden Churfirsten eröffnet. Nach dem Abstieg durch den Wald verläuft der Weg weiter am Ufer des Walensees entlang. Die letzte Etappe vor Quinten ist das Au, welches umringt von Weinbergen friedlich daliegt. Nach ein paar Minuten haben Sie ihr Ziel erreicht: Das Weindörfchen Quinten.

Quinten wird von vielen Schweizern auch als die Riviera der Schweiz bezeichnet und kann nur zu Fuß oder mit dem Boot erreicht werden. Geschützt von fast senkrechten Bergen herrscht in dem Ort, im Vergleich zu umliegenden Orten, ein außergewöhnlich mildes Klima. Die klimatischen Bedingungen fördern das Wachstum von Trauben, Kiwis, Feigen und anderen Südfrüchten. Sogar Palmen wachsen am Ufer des Sees und verleihen dem Ort einen einzigartigen Charakter.

Das autofreie Quinten hat einen winzigen Ortskern, der mit einer Kapelle und einigen Restaurants dennoch echte Sehenswürdigkeiten bietet. Wenn man sich durch die engen Gassen des 40-Seelen-Dorfes geschlängelt hat, hat man ebenfalls die Möglichkeit, am Strand ein kühlendes Bad zu nehmen.

Auf der gegenüberliegenden Seeseite liegt das rund 730 Einwohner starke Murg, von dem aus man Quinten und die überragende Churfirstenkette erblicken kann. Von Quinten aus gelangt man problemlos mit dem Schiff ans andere Ufer und kann dort noch weitere unvergessliche Erlebnisse sammeln.

Hinweis: Wenn Sie sich für eine Übernachtung in der Region entschieden haben, können Sie im B&B Walenstadt einkehren, oder gleich im wunderschönen Quinten im Haus Bünten übernachten.

 

Weesen – Quintenalt

Von der westlichen Seite des Walensees aus, können Sie natürlich auch nach Quinten gelangen. Start dieser Tour ist das beschauliche Weesen mit ca. 1700 Einwohnern. Durch sein mediterranes Klima gedeihen im Ort ebenfalls Palmen-, Feigen- und Zitronenbäume. Das südländische Ambiente erinnert gar an ein Tessiner Dorf. Nach Quinten ist es der wärmste Ort am See.

Ihre ca. 3-4 Stunden lange Reise startet an der Haltestelle „Weesen See“, von der man über die Hauptstraße zum Weiler Fly gelangt. Durch kleine, in den Fels gehauene Straßen und Tunnel schlängelt man sich seinen Weg zum Höfli-Strahlegg, von wo aus man eine atemberaubende Aussicht auf die Umgebung hat. Auf den strahlenden Wiesen können Sie eine kleine Rast mit einem Picknick verbinden und mit etwas Glück Kühe neben den Palmen grasen sehen. Über Betlis und Vorderbetlis führt die Route weiter zu einem wahren Naturschauspiel. Eine kleine Abzweigung nach links eröffnet einen kleinen Umweg, den wir Ihnen nur ans Herz legen können. Die Rede ist von den Seerenbachfällen. Die Seerenbachfälle sind eine Kaskade von drei Wasserfällen, über die das Wasser fast 600 Meter in die Tiefe stürzt. Zurück auf dem Hauptweg beginnt langsam der Aufstieg. Durch den Seerenwald geht es erst bergauf, bevor Sie der letzte Abschnitt bergab nach Quinten führt.

Die beiden Wanderungen lassen sich natürlich wunderbar kombinieren, oder nach Belieben anpassen.


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