4 attraktive Wanderungen, die Sie im Wallis nicht verpassen dürfen

Veröffentlich von Abi

Moosfluh / Riederalp - © René Buss

Im Wallis wartet auf Sie eine einzigartige und vielfältige Landschaft, welche sich im Südwesten der Schweiz befindet und von der Fläche der drittgrößte Kanton ist. Mit insgesamt 8000 km markierten Pfaden dürfen Sie sich auf eine breite Auswahl an Wandermöglichkeiten freuen. Zahlreiche Höhen- und Rundwege führen durch grüne Bergwiesen, über Bergbäche, vorbei an türkisblauen Bergseen auf Gipfel mit unvergesslichen Panoramablicken. Im Sommer bekommen Sie eine Vielzahl sattgrüner Alpen zu sehen, während Sie im Winter entlang atemberaubender Gletscher wandern können. Besonders interessant ist die Tatsache, dass der Wallis vollständig in den Alpen liegt. Die Walliser Alpen zählen zu den höchsten Bergmassiven der Alpen. Die Dufourspitze, mit 4634 Metern der höchste Berg der Schweiz, und das berühmte Matterhorn befinden sich hier. Hier sind für Sie, 4 attraktive Wanderungen, die Sie im Wallis nicht verpassen dürfen:

 

1. Besteigung des Matterhorns

Ein Ausflug an das Matterhorn ist für jeden schweizfanatischen Bergsteiger Pflicht. Die Besteigung des Matterhorns zählt zu dem schwierigsten der Alpen. Vor allem in den Monaten Juli, August und September empfiehlt es sich eine Wanderung am Matterhorn vorzunehmen. Eine ausgezeichnete Fitness und Erfahrung im Felsklettern mit und ohne Steigeisen werden vorausgesetzt. Mit einer Länge von 3,9 km und 8,30 h liegt die Schwierigkeitsstufe bei schwer. Wir empfehlen Ihnen daher eine kontrollierte, geführte Tour mit einem ortskundigen Bergführer, um ihre Sicherheit kontinuierlich zu wahren.

Startpunkt der Tour ist die Hörnlihütte am Matterhorn. Zuvor gelangt man mit der Gondel von Zermatt zum Schwarzsee und von dort aus über einen Wanderweg zur Hütte. Dort erwartet Sie ein bezugsbereites Lager, wo Sie am Abend den Ablauf des anschließenden Tages durchgehen und eine Kontrolle der Ausrüstung vornehmen. Am frühen Morgen, nach einem leckeren regionalen Frühstück, geht die Tour dann auch los, wenn das Wetter am Horn mitspielt. In einer gemeinsamen Kolonne führt der Bergführer Sie sicher zu ihrem Ziel, dem Gipfelgrat des Matterhorns. Die Mühe macht sich bezahlt, denn was bleibt, ist ein unvergessliches Gipfelerlebnis. Oben auf dem Gipfelgrat angekommen, haben Sie ein traumhaftes Panorama mit dem Mont Blanc, Grande Paradiso und den Walliser Alpen vor sich. Außerdem genießen Sie einen Ausblick  über den Liongrat nach Italien und auf das Mattertal. Vom Gipfelgrat geht es denselben Weg wieder abwärts zur Hörnlihütte, wo Sie sich ausruhen und den erlebnisreichen Tag ausklingen lassen können.

 © Gornergrat-Bahn / Ernst Christen

 

2. Der Bruneggletscher

Eine Gletschertour auf dem Bruneggletscher ist eine der leichteren Touren im Wallis. Zeitlich dauert die gesamte Tour etwa 3 Stunden, wo Sie insgesamt 600 Höhenmeter beim Auf- und Abstieg überwinden. Wir empfehlen Ihnen auch hier einen lokalen Bergführer. Startpunkt ist die Turtmannhütte.

Von der Turtmannhütte gelangen Sie zunächst über einen ca. 40 Minuten gut markierten Weg in Richtung der Tracuithütte. Hierbei sollten Sie hin und wieder auf die Turtmannhütte und den Gletscher zurückblicken. Auf dem Bruneggletscher angekommen, dürfen Sie einen Blick auf das glänzende Gletschereis werfen. Mit einer Länge von ca. 4,3 km und einer Breite von ca. 1,5 km befinden Sie sich immerhin auf einer Fläche von fast 6 km2 purem Eis. Anschließend geht es weiter zum Adlersee. Im tiefblauen See spiegeln sich die umliegenden Berge wider und Sie können einem kleinen Wasserfall lauschen. Ob Sie jetzt auf dem Wanderweg achtsam durch die Eistore und Eishöhlen wandern oder doch lieber die tiefen Gletscherspalten überqueren, bleibt ganz Ihnen überlassen.

Der Heimweg kann optional ein Stück aufregender gestaltet werden. Dabei kann man sich vom Bruneggletscher abseilen und sich einen kleinen Adrenalinkick gönnen. Jedoch ist dies nur im späteren Jahresabschnitt möglich, wenn der Schnee geschmolzen ist. Sie können aber auch weiter bis zur Tracuithütte wandern. In dem modernen Gebäude, auf etwa 3256 Meter Höhe, können Sie Kraft tanken und dabei hinaus in die Ferne schauen.

 

3. Das Bettmerhorn

Das Bettmerhorn ist ein weiterer hoher Gipfel im Kanton Wallis. Dort können Sie zum barrierefrei zugänglichen View Point Bettmerhorn gelangen. Auf einer Höhe von 2647 Metern bekommen Sie einen freien unglaublichen Blick auf die große Kurve des großen Aletschgletschers, der Teil des UNESCO Welterbe ist. Im Südwesten sind unter anderem der Dom, das Matterhorn und das Weisshorn zu sehen.

Die Anreise gestaltet sich dabei wie folgt: Startpunkt ist der Bahnhof in Brig. Dort nehmen Sie einen Zug nach Betten und über eine Luftseilbahn gelangen Sie zur Bettmeralp. Über den 15 minutigen, wunderschönen Panoramaweg durch das Dorf gelangen Sie zur Gondelbahn auf das Bettmerhorn. Hier erfahren Sie auch viele Informationen über den Aletschgletscher in der „Eiswelt“ und auch beim Aussichtspunkt selbst. Über den Gletscherweg haben Sie eine zusätzliche Möglichkeit, zum Märjelensee zu kommen. Durch den Fußgängertunnel kehren Sie via Fiescheralp zur Bettmeralp zurück. Für eine etwas sanftere Wanderung sollten Sie besonders die Wege zum Aletschwald in Betracht ziehen und für eine etwas anspruchsvollere Wanderung die alpine Route über den Grat zum Eggishorn. Vor Ort finden Sie viele Walliser Spezialitäten, wie zum Beispiel „Cholera“. Es sind auch kulinarische Gondelfahrten zum Bettmerhorn möglich. Hotels befinden sich lediglich auf der Bettmeralp, Riederalp, Fiescheralp und im Sommer zusätzlich noch am Märjelensee. Unser Tipp: Kaufen Sie ihr Bergbahnticket vor Ort, denn dies ist die günstigste Möglichkeit.

 View Point Bettmerhorn - © Aletsch Arena AG / Fabian Roethlisberger

 

4. Aspi-Titter-Hängebrücke

Im Kanton Wallis hängt eine spektakuläre Fußgängerhängebrücke, die Aspi-Titter-Hängebrücke. Dieser Gigant gehört zu den allerschönsten und größten Hängebrücken der gesamten Welt! Die im August 2016 eröffnete Hängebrücke befindet sich über der 120 Meter tiefen Weißwasserschlucht am Fuße des Fieschergletschers und hat eine Länge von 160 Metern. Die Hängebrücke verbindet die Region Aletsch mit dem Goms. Egal ob Sonntagspaziergänge oder mehrtägige Höhenwanderungen, die Aspi-Titter-Hängebrücke bietet allen Wanderern ein atemberaubendes Erlebnis. Die Brücke ist jedoch nur in den Monaten Juli, August, September und Oktober zugänglich. Erleben Sie auf der Hängebrücke das Gefühl der Freiheit, der Verbundenheit und die gewaltige Natur, die Sie dabei umgibt. Beachten Sie dabei, dass Sie sich auf einer Höhe von 120 Metern über der Weißwasserschlucht befinden, wo es durchaus zum Schaukeln und Schwingen der Brücke kommen kann. Sie sollten daher bestenfalls keine Höhenangst und Schwindelanfälle bekommen. Dennoch lohnt es sich, die Brücke zu überqueren und vor allem Fotos zu schießen. Um zur Brücke zu gelangen und sich dieses Erlebnis zu verdienen, muss zunächst ein Wanderweg bestritten werden, doch der Fleiß und die Mühe machen sich bezahlt.


Mit seiner Vielfalt und Schönheit ist das Wallis eine attraktive Wanderdestination. Die wunderbar bunten Landschaften mit ihren Bergen, Wiesen und Bäumen werden viele schön Erinnerungen an das Wallis hinterlassen. Die Wandermöglichkeiten gestalten sich grenzenlos, sodass man sagen kann: Im Wallis findet jeder Wanderer seinen Weg.


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