Die schönste Wanderung im Tessin? - Von Bignasco nach Airolo

Veröffentlich von Yanik

Cascata di Foroglio - © Schweiz Tourismus

Es ist weit über die Grenzen des Kantons hinaus bekannt, dass das wunderschöne Tessin viele reizvolle Seiten hat. Eine der womöglich bemerkenswertesten, sind die märchenhaften Wanderwege, die den Kanton durchziehen. Einerseits ist es so natürlich schwer, eine Route zu finden, die einem am Ende vielleicht nicht so gefällt, aber bei dieser attraktiven Auswahl, ist die Wahl der passenden Strecke eine wahrliche Herausforderung. Wir können stolz sagen, dass wir glauben, mit der folgenden Strecke eine Wanderung für Sie zu haben, die einen erheblichen Anteil der Schönheit dieses Ortes einfangen kann und sie dabei noch Körper und Geist stärken lässt. Ihr Name ist Sentiero Cristallina - die Wanderroute 59 (von 65 regionalen in den Tessiner Alpen).

Die Route ist grundsätzlich auf drei Tage bzw. drei Etappen ausgelegt, kann aber auch in zwei bestritten werden. Generell bietet die Route eine hohe Flexibilität im Bezug auf die Etappenlänge und die exakte Routenwahl – machen Sie sich ihr eigenes Abenteuer draus. Trotzdem zählt sie definitiv zu den längeren Routen und erfordert damit eine gute Grundkondition. Die Wege sind dafür aber im Regelfall gut ausgebaut und beschildert.

 

1. Etappe: Bignasco - San Carlo - Robiei

Die Tour und damit erste Etappe startet in Bignasco, einer kleinen Gemeinde im Maggiatal. Im alten Stadtkern sind noch einige Bauten aus vergangenen Zeiten erhalten und empfehlen sich auf jeden Fall für eine kleine Besichtigung. Von dort aus führt der Weg nach Mondada und vorbei an einigen schönen Rustico Dörfern, durch ein breites Spektrum saftig grüner Farben. Bei Foroglio sollten Sie sich das Highlight des Tales, die Cascata di Foroglio, definitiv nicht durch die Lappen gehen lassen. Tausende Liter Wasser, die so brutal und doch gleich mit so einer Anmut in die Tiefe stürzen. Der Wasserfall bedeutet das Ende des Flusses Calneggia und so stürzt das Wasser aus hundert Metern hinab ins Tal. Umgeben von einem Ort der weitgehend auf Elektrizität verzichtet, ändert sich hier vielleicht für einen Moment die eigene Wahrnehmung der Welt. Ein Moment fernab von Stress und Sorgen, der zum Träumen und entspannen einlädt. Nach diesem Erlebnis soll es weiter gehen nach San Carlo. Von San Carlo aus kommt man rasch zum Ziel der ersten Etappe – und zwar mit der Seilbahn nach Robiei. Dort verbringen Sie ihre erste Nacht.

Foroglio - © Schweiz Tourismus

 

2. Etappe: Robiei – Cappanna Cristallina

Von Robiei führt Sie der Weg wahlweise weiter durch Valletta, vorbei an einer einst durch Gletscher geformten Landschaft. Immer wieder folgen absteigende Passagen auf aufsteigende und man kommt dem Ziel langsam näher. Immer weiter durch eine wunderschöne Naturkulisse, bis zu der aussichtsreich gelegenen Hütte Capanna Cristallina. Die Hütte wurde vom bekannten Architekten Baserga e Mozzetti entworfen und 2003 eingeweiht. Ihre besondere Erscheinung fügt sie perfekt in die karge Landschaft ein, die sie umgibt. Ihre Lage auf einer Höhe von 2572 Metern macht sie außerdem zu einem spektakulären Aussichtspunkt. Neben den Augen kommt hier auch der Gaumen voll auf seine Kosten. Leckere warme und kalte Speisen, die Sie wieder an die Nähe zu Italien erinnern, belohnen Sie für die bisher erbrachte Leistung. Hier können Sie das zweite Mal übernachten.

Cristallinahütte - © capanneti.ch

 

3. Etappe: Cappanna Cristallina - Airolo

Vorbei an einigen erstaunlichen Gipfeln geht es bergab Richtung Alpe Torta und Alpe di Cristallina. Durch Wald und Moor verläuft der Weg von hier aus weiter hinab Richtung Osten. Nach einiger Zeit erreicht man das letzte Ziel vor dem großen Finale, die Alpe di Pesciüm. Nun braucht es nur noch die Seilbahn, um die 600 Meter Höhendifferenz zu überwinden und schon kann man die Luft in Airolo schmecken. Falls Sie kein Fan der Seilbahn sind, können Sie die Strecke auch zu Fuß bewältigen – es wird aber ein anstrengendes Stück. Airolo selbst war der wahrscheinlich erste Skisportort im Tessin und hat damit eine besondere Bedeutung. Es sind aber natürlich vor allem die idyllischen Bergseen und atemberaubenden Aussichtspunkte, die den Ort als Ziel dieser Reise qualifizieren. Je nach Bedürfnis können sie sich dort in eines der köstlichen Restaurants begeben, oder eines der interessanten Museen erkunden.

Alpe di Pesciüm - © airolo.ch


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