Drei der schönsten Wanderungen im Appenzellerland

Veröffentlich von Yanik

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Die Drei-Seen-Wanderung

Die Drei-Seen-Tour kann man wahlweise an einem Tag, oder auf zwei Tage aufgeteilt, bewältigen. Die fast 18km lange Route umfasst drei der schönsten Seen, die das Appenzell zu bieten hat. Vom magischen Seealpsee, über den Fählensee mit seinem fast schwarzen Wasser, bis zum Sämtisersee.
Ihre knapp 7 Stunden lange Reise startet an den Wasserauen. Entlang des Schwendibachs wandern Sie taleinwärts hinauf zum Seealpsee. Die idyllische Lage auf 1142 m ü. M. macht den Seealpsee zu einem beliebten Ziel für Touristen. In den Gasthäusern am See können Sie sich stärken, oder bei einem Bad im See selbst ein Teil der Natur des Ortes werden. Wenn Sie am „Ende“ des Sees angekommen sind, führt Ihr Weg weiter durch einen Mischwald, hinauf und vorbei an den Felsbändern, bis zum verträumten Sennendörflein Meglisalp. An dem Dörflein vorbei, führt der Weg weiter bergauf, südöstlich zum Bötzelsattel. Auf ca. 1860m erreicht man als nächstes den Widderalpsattel. Eine schöne Veränderung: Nun geht es bergab über die Widderalp, durch den Stiefelwald, mit einem anschließend kleinen Anstieg zum Fählensee. Der Blick schweift über das faszinierende schwarze Wasser und die lebendigen Spiegellungen, die auf dem See liegen. Von den aufragenden Felsen umringt liegt am See das Gasthaus Bollenwees. Wenn Sie die Tour auf zwei Tage aufteilen möchten, können wir Ihnen dazu raten, dort zu übernachten und ihre Energiereserven für den nächsten Teil der Wanderung aufzuladen. Natürlich können Sie die Tour aber auch in einem durchmachen. Talabwärts geht es zur dritten Etappe der Wanderung. Der wunderschöne Sämtisersee offenbart sich vor Ihnen. Wie auch beim Fählenssee liegt der Abfluss des Sees unterirdisch. Nachdem Sie die atemberaubende Atmosphäre in sich aufgenommen haben, können Sie durch das schöne Brüeltobel bis nach Brülisau wandern, wo Ihre Reise ihr Ende findet. Wenn Sie mögen, können Sie natürlich auch Brülisau als Startpunkt wählen und die Reise in umgekehrter Reihenfolge absolvieren.

 

Auf den Säntis und damit zum PanoramablickGratwanderung im Alpstein

Es führen unzählige Routen auf und um den Säntis herum. Viele davon sind sehr anspruchsvoll und setzen neben einer guten Kondition auch professionelle Wanderausrüstung voraus. Die Route, die wir Ihnen vorstellen wollen, ist wahrscheinlich die einfachste und auch für Amateure gut zu bewältigen. Von Schwägalp aus führt die 3 ½ Stunden lange Reise mit ungefähr 1150 Höhenmetern, zum Gipfel des Säntis hinauf. Mit dem Auto gelangen sie problemlos zur Talstation Schwägalp. Von dort aus müssen Sie zunächst der Alpstraße folgen, bis man nach einigem Zickzack zur Felsbastion Musfalle gelangt. Der Weg hinauf durch die Musfallen ist exponiert, aber gut gesichert. Entlang einer Felswand bahnt sich der Weg weiter bis zum „Ellenbogen“, einige Treppen und Meter später erreichen Sie das Gasthaus Tierwis. Nach einer kurzen Verschnaufpause führt der Weg weiter gen Himmel und zum großen Karrenfeld. Entlang der Markierungen müssen Sie hoch bis zum Grat, halten Sie sich bei der Blauschneelücke rechts und Sie erreichen ihr letztes Zwischenziel vor dem Gipfel: die Himmelsleiter. Der perfekt durch Drahtseile gesicherte Weg führt die letzten Meter über Treppen hinauf zum Gipfel. Oben angekommen eröffnet sich Ihnen der unvergleichbare Blick in die Ferne und über sechs verschiedene Länder.

 

 

Auf den Hohen Kasten – faszinierende Vegetationalt

Die letzte Wanderung, die wir Ihnen gerne vorstellen würden, ist definitiv keine einfache. Mit einer guten Kondition und bereits vorhandenen Erfahrung, sollte Sie aber gut zu bewältigen sein. Das Abenteuer auf den Hohen Kasten startet an der Talstation der Seilbahn Kastenbahn in Brülisau. Folgen Sie nun einfach dem Wegweiser Richtung Ruhesitz und Hoher Kasten. Vorbei an der Kirche führt Sie der Pfad am Waldrand auf den Bergweg. Auf dem zunehmend steiler werdenden Gelände eröffnet sich eine schöne und vielseitige Vegetation, bestehend aus Knabenkräutern, Feld-Thymian, Trollblumen, Narzissenblütigen Windröschen und vielen anderen Arten. Nach einiger Zeit gelangt man zu einem ersten Etappenziel – dem Berggasthaus Ruhesitz. Hier haben Sie sich eine kurze Rast verdient, die Sie für den steilen Aufstieg auf den Hohen Kasten wahrscheinlich auch gut gebrauchen können. Der Wanderweg verläuft weiter am Fuss des Kamors hinauf. Nachdem man dort angekommen ist, geht es weiter hinauf zum Kastensattel. Von dort aus bahnt man sich den letzten Teil des Weges – hinauf auf den Hohen Kasten.
Auf 1794m ü. M. legt sich ihnen die Schweizer Bergwelt zu Füßen. Der Blick schweift über die Berge hinaus in ganze sechs Länder. Darüber hinaus können Sie sich im einzigartigen Drehrestaurant den Magen vollschlagen und danach das Pflanzenparadies auf dem Gipfel erkunden.
Der Abstieg führt zunächst zurück zum Kastensattel, von dort aus geht es südlich nach links und unter der Nordwestflanke des Berges hin zum Informationsschild des ersten geologischen Wanderwegs der Schweiz. An der Stelle Rohrsattel verlässt man den Pfad halbrechts Richtung Brülisau. Ca. 150 Meter weiter die Gabelung nach rechts zu den Neuhütten wählen. Noch etwas weiter und man erreicht wieder das Berggasthaus Ruhesitz, von dem aus man dem bereits bekannten Weg zurück nach Brülisau folgt.


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