Herz und Nieren von Neuenburg – die Stadt Neuchâtel

Veröffentlich von Yanik

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Meist bekannt unter ihrem französischen Namen „Neuchâtel“, bildet die Stadt Neuenburg den Hauptort des gleichnamigen Kantons. Trotz den nur 44000 Einwohnern hat die Stadt, nicht zuletzt wegen ihrer Lage und Geschichte, überraschend viel zu bieten. Neben dem mittelalterlichen Stadtkern, vielen Cafés und Restaurants, Museen und Shoppingmöglichkeiten, gibt es einige ganz besondere Highlights.

 

Château de Neuchâtel – das Schloss Neuenburg

Die ehemalige Burg ist die Keimzelle und Namensgeber der Stadt. Seit 1047 diente das Gebäude als Sitz der Grafen von Neuenburg, während sich die Stadt langsam drumherum entwickelte. Über die Zeit wurden verschiedenste Umbaumaßnahmen durchgeführt, bis man seit dem 18. Jahrhundert nicht mehr von einer Burg, sondern von einem wahrhaftigen Schloss sprach. Ihre Lage hoch über der Stadt und dem Neuenburgersee, macht sie zu einem perfekten Aussichtspunkt über alles, was Neuenburg zu bieten hat.

Das Schloss selbst beheimatet blumenübersääte Durchgänge, versteckte Höfe, hohe Dächer und aufs Feinste ausgearbeitete Türmchen und Fenster. Bei einer Führung lernen Sie viele interessante Geschichten, die sich nicht nur um Schwert und Kanonenkugel drehen.

Heute ist das Château de Neuchâtel aber nicht bloß ein alter Haufen Stein, der an jahrhundertealte Geschichte erinnert. Das Schloss dient heute als Sitz der Kantonsregierung, der Justiz und anderer Behörden.

Château de Neuchâtel

 

Musée d’Art et d’Histoire de Neuchâtel – Museum für Kunst und Geschichte

Das Museum der schönen Künste wurde im Stil der Neorenaissance entworfen und 1884 eröffnet. Es beherbergt eine hochinteressante Sammlung an Exponaten des Kantons und der Umgebung. Neben dem Gebäude selbst sind die drei Automaten von Jaquet-Droz ganz besonders beeindruckend. Der hervorragende Lehrfilm, der im Museum zu sehen ist, zeigt die hochkomplexe Konstruktion der menschenähnlichen Automaten des 18. Jahrhunderts. The Writer, The Musician und The Illustrator wurden vor über 240 Jahren gebaut und verfügen über mehr als 5000 bewegliche Teile. Insgesamt konzentriert sich das Museum vor allem auf die lokale Geschichte, wie die berühmte Uhrenmachertradition.

 

Der Neuenburgersee - Lac de Neuchâtel

Mit einer Fläche von knapp 218 km² ist der Neuenburgersee der größte, ganz in der Schweiz gelegene, See und fast doppelt so groß wie der Vierwaldstättersee. Vor allem das Nordufer wird durch die bekannten Weinberge geprägt. Neuenburg ist der perfekte Ausgangspunkt für viele verschiedene Schiffsfahrten, die zu verschiedenen schönen Orten rund um den See führen. Im Sommer bieten sich natürlich die rund um den See liegenden Strandbäder an und auf dem See gibt es alle erdenklichen Möglichkeiten, sich als Wassersportler auf seine Art und Weise vergnügen zu können.

Neuenburgersee

 

Der botanische Garten – Entspannung pur

1845 gegründet, bietet der wunderschön über der Stadt gelegene Garten, in der geschützten süd-klimatischen Lage, viel Interessantes. Dieser natürliche Ort ist wunderbar schlicht, aber mit lieblichen Details gehalten und eignet sich perfekt zu einer kleinen Erholung auf ihrer Reise. Zwischen Gärten, Teichen und Bächen findet man die viele, für die Region typische Pflanzen, darunter natürlich auch Wermut, die wichtigste Grundlage des Absinths. Eine Vielzahl an Schildern und Hinweisen kann wahrscheinlich auch den erfahrensten Pflanzen-Experten unter Ihnen noch einige interessante Einblicke ermöglichen.

Kleiner Tipp: Besuchen Sie auch das kleine Café und die Ausstellung im Hauptgebäude.

 

Die Schlucht der Areuse – Wandern durch das Val de Travers

Eine der schönsten Wanderrouten der gesamten Schweiz findet man im berühmten Val de Travers. Die Ersten denken nun vermutlich an Abenteuer wie die Route de l'Absinthe, aber auch im Bereich der Natur ist der Ort außergewöhnlich.

Zuerst dürfen wir Sie im kleinen Dorf Noiraigue begrüßen. Von hier aus geht es nicht zum Creux du Van, obwohl wir Ihnen einen Ausflug dorthin ebenfalls nur wärmstens ans Herz legen können. Die ca. 3 Stunden lange Wanderung nach Boudry verläuft zunächst am Fluss Areuse, bis zum abenteuerlichsten Teil, der Areuse Schlucht. Am Ort, wo die gewaltigen Mengen an Wasser den Berg herabstürzen, erblicken Sie eine wunderschöne Steinbrücke. Das Bild vor ihren Augen lässt sich schwer in Worten beschreiben und so wundert es nicht, dass die meisten Touristen nach einem ersten Staunen sofort ihre Kameras zücken.

Nun geht es weiter talwärts zum Champ du Moulin. Der malerische Ort beherbergt neben anderen Sehenswürdigkeiten auch ein Restaurant – perfekt für eine kleine Pause. Von hier aus können Sie entweder den Zug nehmen, oder die Wanderung wie geplant nach Boudry fortsetzen. Der etwas weniger als zwei Stunden lange Weg ist durch bemerkenswerte Natur gekennzeichnet.

Besonders im Sommer bietet sich die Route als frische Abkühlung an. Im Winter und bei sehr schlechtem Wetter sind die Risiken zu groß!

Areuse Schlucht - © Vincent Bourrut - Tourisme neuchâtelois


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