Spektakuläre Wanderrouten, Klettersteige und Biketrails im Kanton Uri

Lärchen im goldenen Gewand, immergrüne Arven, roter Ahorn und kupferbraune Buchen – im Herbst zeigt sich die Schweiz von ihrer ganz besonders bunten Seite. Bevor der Schnee die wundervolle Natur wieder verhüllt, lohnt es sich, im Urlaub bei bester Aussicht noch einmal dem Bewegungsdrang nachzugehen. Von gemütlichen Wanderwegen bis hin zu atemberaubenden Kletterrouten und aufregenden Biketrails bietet ein Aktivurlaub im Kanton Uri, zwischen Gotthard und Vierwaldstattersee unzählige Möglichkeiten.
Hexensteig
Klettersteig Adlerhorst
Die Maderanertal Bike Tour
Der Weg der Schweiz
Ein Blick in den Fels – Der Hexensteig
Mitten im Herzen der Schweiz und einem der drei Gründerkantone der Eidgenossenschaft, kann man den Alltag weit unter sich lassen. Ausgestattet mit Seil und Helm lässt sich hier die alpine Natur Uris auf den verschiedensten Kletterwegen erkunden.
Der «Hexensteig» führt durch die Berge des Pfaffenmassivs – genauer gesagt durch einen tiefen Spalt im Fels. Direkt über der Bergstation der Open-Air-Seilbahn Chilcherberge bietet der Klettersteig eine ungewöhnliche Herausforderung und ist somit nicht für Kinder geeignet.
Zum Startpunkt der etwa dreistündigen Tour gelangt man von Silenen aus. Mit der Seilbahn Chilcherberge erreichen Sie in sieben Minuten rund 1.100 m ü. M. Die Fahrt mit der Seilbahn ist bereits ein Erlebnis für sich und beschert neben viel Frischluft auch eine schöne Aussicht auf die Berge und das Tal. Nach dem Ausstieg werden Sie direkt von der Natur empfangen und folgen ein paar Minuten den Schildern Richtung «Seewli», vorbei am Wandfuss des Pfaffen. Der Startpunkt der Klettertour am Hexensteig ist ein deutlich erkennbarer Felsspalt.
Seit 2002 gibt es den Klettersteig bereits und wie es sich für Schauplätze alter Sagen gehört, blieb der Felspalt natürlich lange verborgen. Mit Baumstämmen, Klammern und Tyroliennes hangeln Sie sich entlang des Berginneren und begegnen auf dem Weg immer wieder Hexen. Der Kletterweg besticht nicht nur durch seine ungewöhnliche Kulisse, sondern auch durch eine grandiose Aussicht. Auf dem Rückweg empfiehlt es sich unbedingt, die Aussicht auf den Pfaffenturm zu bestaunen.



Abenteuer für die ganze Familie – Der Klettersteig Adlerhorst
Der Klettersteig «Adlerhorst» liegt oberhalb des Arnisees und bietet ein sicheres und spannendes Klettererlebnis für die ganze Familie. Die Tour startet in Intschi mit der Seilbahn hinauf auf fast 1.400 m ü. M. In unmittelbarer Nähe zur Bergstation liegt der Arnisee, umgeben von zahlreichen Nadelbäumen. Von der Bergstation aus führt ein ausgeschilderter Wanderweg in Richtung «Sunnig-Grat». Der Weg zum Startpunkt füht etwa 30 Minuten durch wunderschöne Nadelwälder.
Der familienfreundliche Klettersteig hat neben seiner guten Zugänglichkeit auch einige anspruchsvolle Elemente, darunter eine Steilwand. Der Einstieg erfolgt über eine markante Leiter, welche direkt auf die erste Steilstufe führt. Im unteren Bereich ermöglicht eine Querung einen Alternativweg für ungeübtere Kletterer. Der letzte Abschnitt führt durch wunderschöne Bergföhren bis zum Ausstieg des Klettersteigs.
Neben den klettertechnischen Herausforderungen eröffnet sich ein wunderschönes Panorama auf den Arnisee, das Reusstal und die umliegenden Berge. Am Ausstieg gibt es zudem eine Abseilstelle mit etwa 30 m Abseilhöhe. Wer diese nutzen möchte, benötigt ein Seil mit 70 m Länge.



Die Maderanertal Bike Tour – Mit dem Rad die Urner Natur erkunden
590 Kilometer markierte Bikerouten, 13 weitläufige Routen durch den ganzen Kanton – Uri hat neben steilen Felshängen zum Klettern auch ansprechende Velorouten zu bieten. Eines der beliebtesten Wander- und Bikegebiete in Uri ist das Maderanertal: grüne Bäume, rauschende Bäche und tosende Wasserfälle.
Die Maderanertal Bike Tour führt in ihrer ersten Etappe von Amsteg aus über eine Asphaltstrasse zum romantischen Dorf Bristen. Die Strasse schlängelt sich in engen Kurven durch die Felsen und erlaubt immer wieder Blicke in das schöne Tal. Weiter geht die Tour auf einem flachen Naturweg bis zur Luftseilbahn Golzern. Entlang des Chärstelenbachs führt der Naturweg stetig ansteigend bis zum Restaurant Lägni. Durch den Wald und über blumig duftende Alpenweiden geht es weiter bis zur geschichtsträchtigen SAC-Hütte Maderanertal, wo sich erneut ein Bilderbuchpanorama auf das Tal eröffnet.
Der Rückweg führt vorbei an der Alp Butzli, gelegen direkt am idyllischen Butzlisee, der auf alle Fälle einen Abstecher wert ist. Der folgende Trail wird deutlich anspruchsvoller, belohnt am Ende aber mit besonders gutem Käse auf der Alp Stössi. Weiter geht es wieder in Richtung Golzernbahn und schließlich zurück nach Amsteg.
Die Tour dauert mit Hin- und Rückweg etwa 3,5 Stunden und führt über 27 Kilometer.
Hier geht’s zur detailierten Wegbeschreibung auf SchweizMobil.ch!



Der Weg der Schweiz – Eine Wanderung durch die Wiege der Schweiz
Der Urkanton Uri ist nicht nur ein Paradies für Radsportler, sondern auch für Wanderfreunde. Insgesamt 1.500 Kilometer Wanderwege durchziehen den gesamten Kanton und führen dabei an 60 Bergseen vorbei. Je nach Wanderung braucht es hier viel Schweiß und gute Wanderschuhe, andere Wege sind ganz bequem per Seilbahn oder Bus erreichbar. Uri besitzt 46 Seilbahnen und damit schweizweit das dichteste Seilbahnnetz. Was Uri besonders macht, ist natürlich auch die Gründungsgeschichte der Schweiz. Als einer der drei Gründerkantone hat Uri am 1. August des Jahres 1291 zusammen mit Schwyz und Nidwalden den Bundesbrief unterzeichnet.
Auf dem 35 Kilometer langen «Weg der Schweiz» lernen Sie die Innerschweiz in rund 10,5 Stunden nicht nur von einer wunderschönen, sondern auch von einer geschichtsträchtigen und spannenden Seite kennen. Sie wandern durch die Heimat von Wilhelm Tell, vorbei am Geburtsort der Eidgenossenschaft, sowie an Denkmälern und Informationszentren.
1991 schenkten die Kantone den Schweizern den «Weg der Schweiz» anlässlich der 700-Jahr-Feier der Eidgenossenschaft. Der 35 Kilometer lange Weg ist in 26 Abschnitte unterteilt, von denen jeder stellvertretend für einen der 26 Schweizer Kantone steht. Die Reihenfolge der Abschnitte ist durch die Beitrittsreihenfolge der Kantone zur Eidgenossenschaft festgelegt. Die Länge der jeweiligen Abschnitte orientiert sich an den Einwohnerzahlen der Kantone im Jahr 1991. Insgesamt wurden jedem Schweizer symbolisch 5 mm des Weges zugestanden.
Die Route führt um den Urnersee, den südlichen Arm des Vierwaldstättersees, Mal direkt am Ufer, mal hoch oben auf über 800 m ü. M. Pfade, Wanderwege, Asphalt und Straßen wechseln sich hier stetig ab. Vorbei geht es an zahlreichen bequemen Rast- und Ruheplätzen, die jederzeit zum Pausieren und Naturgenießen einladen. So etwa an der sagenumwobenen Rütliwiese, die bis heute für diesen Zweck gepflegt und geschützt wird.
Die gesamte Strecke erfordert etwas Grundkondition, ist darüber hinaus aber nicht besonders anspruchsvoll. Dank der Schifffahrt sowie Bussen und Bahnen können die einzelnen Etappen beliebig miteinander kombiniert oder auch einzeln gewandert werden. So kann jeder nach Lust und Laune den «Weg der Schweiz» erkunden. Empfohlen werden festes Schuhwerk und ein bequemer Wanderrucksack mit ausreichend Proviant. Wer sich die vollständige Tour nicht zutraut, kann auch jede der vier Etappen einzeln absolvieren.
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