Die Prognosen der Muotathaler Wetterschmöcker für Sommer/Herbst 2026

Veröffentlicht von René

© FB: Wätterschmöcker
Frühjahrsversammlung
am 24. April 2026 in der Mehrzweckhalle Stumpenmatt in Muotathal - 660 Besucher erwarten gespannt die Prognosen der Muotathaler Wetterschmöcker für den Sommer und den Herbst. Dürfen wir uns auf einen ähnlich prächtigen Sommer wie im letzten Jahr freuen? Gibt es (zur Freude der Bauern) genügend Regen? Bietet ein goldener Herbst viele Gelegenheiten zum Wandern, Pilzsammeln und beste Bedingungen für die Hochwildjagd? Zumindest in der Stumpenmatt sollte es an diesem Abend recht «feucht» werden. Bei reichlich Bier und Kafi Fertig blieb nicht nur keine Kehle sondern auch kein Auge trocken und das lag diesmal nicht nur am Humor der sechs Wetterpropheten.

 

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Das Ende einer Ära

29 Jahre als Aktuar (Schriftführer) des Meteorologischen Vereins Innerschwyz, 21 Jahre als Präsident - Als Josef Bürgler im Jahr 1997 sein Amt als Aktuar antrat, zählte der Verein gerade einmal 83 Mtglieder, heute sind es rund 5000. Er rückte den besonderen Humor der Muotathaler wieder in den Vordergrund und weckte somit das Interesse sämtlicher Medien der gesamten Schweiz. Dank der rasant gestiegenen Mitgliederzahlen ist es heute möglich, zwei mal jährlich eine öffentliche Versammlung in den großen Hallen der Region zu veranstalten.

Im Februar feierte Josef Bürgler seinen 80. Geburtstag. An der Frühjarsversammlung verabschiedete er sich nun aus seinen Ämtern im Verein und moderierte zum dreiundvierzigsten und letzten Mal die Versammlung der Wetterschmöcker. Wehmut machte sich breit im Saal und tosender Beifall würdigte Bürglers Schaffen minutenlang. Nachdem schließlich herumgereichte Taschentücher und Servietten auch die letzten Tränen im Saal getrocknet hatten, wurde es bereits wieder ernst. Neben Bürglers Abschied gab es schließlich auch einen neuen Wetterkönig zu feiern.

Josef Bürglers Abschied
© FB: Wätterschmöcker
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Wie präzise waren die Prognosen der Wetterschmöcker für den Winter und Frühling 2025/26?

Der November begann wie vorhergesagt mit viel schönem Wetter und kaum Niederschlägen. Ab Monatsmitte kam dann das von Laimbacher Kari prophezeite Hudelwetter mit Schnee und Kälteeinbruch.
Der Dezember startete milder und weniger nass als vorhergesagt. Anstelle von Schnee gab es zur Monatsmitte sogar noch wärmere Temperaturen. «Grüne Weihnachten» treffsicher vorherzusagen scheint jedoch inzwischen Usus zu sein.

Der Januar kam deutlich freundlicher als prophezeit. Das Hudelwetter blieb aus und bei wenig Schnee und Nebel war der Januar insgesamt zu mild.
Auch der Februar war viel zu mild. Die Wetterschmöcker sahen strenge Kälte, doch die Temperaturen stiegen im Vergleich zum Januar sogar noch weiter.

Der März kam tatsächlich wie prophezeit: Milde Temperaturen und ein wenig Schnee zwischendurch.
Im April kam der Frühling wie vorhergesagt zur rechten Zeit: Milde Temperaturen bei rund 20°C und recht wenig Niederschläge.

So mittelmäßig der Winter war, so mittelmäßig rangieren diesmal auch die Wetterschmöcker mit ihren Prognosen für den letzten Winter und Frühling. Gerade einmal 14½ von 20 möglichen Punkten genügten Karl Laimbacher zur Titelverteidigung, nachdem er im letzten Herbst bereits mit 17 Punkten den Sommer am besten vorhergesagt hatte. Die übrigen Wetterschmöcker folgen Laimbacher Kari dicht in der Rangliste. Auf Platz 2 folgt Ulrich Roman (13½), Holdener Martin (13) auf Platz 3, Gisler Martin (11½) auf Platz 4 und Hediger Karl (10) auf Platz 5. Neuling Betschart Silvan schließt die Rangliste mit 9 Punkten auf dem letzten Platz ab.

Laimbacher Karis Bienenvölker begannen im Herbst erst spät damit, ihre Stöcke für den Winter zu verkitten. Folglich musste der Winter recht mild werden. Seine Bienen scheinen recht zuverlässig zu sein. Ob er sich diesmal auch wieder auf sie verlassen kann?


Die Prognosen für den Sommer und Herbst 2026

Die sechs Wetterschmöcker sind sich recht einig: Es wird schöne, heiße Sommertage geben, aber auch genügend Regen. Zu welcher Zeit allerdings welches Wetter kommt, sieht jeder etwas anders. Besonders im Herbst gehen die Prognosen weit auseinander.

«Der Vorsommer bringt schöne Tage mit genügend Regen. Der Sommer und Herbst schön, teilweise zu trocken.»
- Karl Laimbacher

«Ein Sommer mit vielen heissen Tagen, Regen auch genug. Herbst mittelmässig, aber eher auf der schönen Seite.»
- Martin Holdener

Mai 2026:

Mehrheitlich sahen die Wetterschmöcker einen wechselhaften, kühlen und nassen Monatsanfang. Zur Monatsmitte soll das schöne Wetter wieder in Regen und Gewitter umschlagen.

«Fängt nass und eher kühl an. Am Muttertag (10.) mütterliches Wetter, schön und mild. Die Eisheiligen müssen nicht frieren, schön und warm. Ab dem 15. bis Ende wechselhaft mit teils starkem Regen.»
- Martin Gisler

«Vom 1. bis 10. schwanken die Temperaturen und das Wetter hin und her wie die Treibstoffpreise. 11. bis 20. sind noch kühlere Tage mit Niederschlag zu erwarten, in den Bergen wird es noch einmal weiss. 21. bis Ende Wetterbesserung, die Sonne zeigt sich öfters.»
- Silvan Betschart

Tatsächlich behielt recht mit seiner Vorhersage. Am Monatsanfang schwankten die Temperaturen zwischen 10°C und 25°C mit Regen und Sonne im Wechsel. Pünktlich zu den Eisheiligen kam sogar Schnee bis in tiefe Lagen hinunter.

Juni 2026:

Vier der sechs Wetterschmöcker sagen einen schönen und warmen Monatsanfang vorher. Die zweite Monatshälfte wird unbeständig: mal heiß, mal kalt, mal nass, mal trocken.

«Startet heiss und schwül, Menschen mit Blass und ohne Vollbart werden vom Ungeziefer (Mücken) flätt verheckt. Vom 15. bis Ende Monat, heiss und kalt, grosse Schwankungen auch mit Bise und Regen. Siebenschläfertag (27.6.) trocken.»
- Karl Hediger

Juli 2026:

Der Juli wird heiß - sehr heiß! Ab Mitte des Monats wird es sogar noch heißer.

«Vom 9. bis 19.7. Hitzewetter, der Fussschweiss in den Stiefeln kommt zum Sieden.»
- Martin Holdener

«Es muss niemand in einer Sauna sitzen, man kommt auch sonst ins Schwitzen.»
- Martin Gisler

«11. bis 20.7. heiss, teils mit starken Gewittern, windige Sache.»
- Karl Hediger

August 2026:

Die Hitze geht zunächst weiter. Im letzten Monatsdrittel soll es etwas abkühlen und wechselhaft werden.

«1. bis 14.8. schön mit sehr heissen Tagen, ideal für Blonete Lüüt (Fettleibige) wo wänd abnehmen, will s'Fett vom Ranzä wägschmilzt.»
- Karl Laimbacher

«Am 1. schönes Wetter für die Schweizer, die es noch sein wollen.»
- Martin Holdener

September 2026:

So wechselhaft der September wird, so wechselhaft sind auch die Prophezeiungen. Wann es schön und wann es hudelig wird, darüber herrscht keine Einigkeit.

«Den Jägern tropft der Filzhut vor lauter Schweiss auf dem Kopf.»
- Silvan Betschart

«Die Jäger sollten das Jagdgewehr verkehrt umhängen, sonst füllt es ihnen den Gewehrlauf mit Regenwasser.»
- Martin Gisler

Oktober 2026:

Drei Wetterschmöcker sagen für die erste Monatshälfte Regen und Nebel vorher, drei sehen schönes Wetter.

«Die Jäger können ihre Flinte wieder normal umhängen.»
- Martin Gisler

Immerhin sehen fünf Wetterschmöcker eine deutliche Besserung für die zweite Monatshälfte. Nur Karl Hediger enthält sich:

«Am Wendelinstag (20.) mit Wölki und Sonne. Rest vom Monat habe ich Betriebsferien.»
- Karl Hediger


Diese Prognosen steigern doch gleich die Vorfreude auf einen schönen, heißen Sommer. Hoffentlich sind sie dieses mal wieder ähnlich präzise wie in den letzten beiden Jahren. Wir dürfen gespannt sein, welche Methoden die zuverlässigsten sein werden. Wird Neuling Silvan Betschart mit wachsender Erfahrung seine Punkte noch verbessern können?

Humor hat er jedenfalls...


«Zwei Männer - ein großer und ein kleiner - gehen in einem Restaurant aufs WC. Als sie gerade nebeneinander an den Pissoirs stehen und ihr Geschäft verrichten, fällt dem großen Mann auf, dass der kleine immerzu so komisch und angestrengt blinzelt. Er wundert sich und fragt ihn schließlich was los sei und warum er so blinzelt. Da sagt der kleine Mann: ‹Na weils so spritzt!›»

- Silvan Betschart


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