Tessin – Die Sonnenstube der Schweiz

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Im Süden der Schweiz befindet sich der stark durch die italienische Sprache und Kultur geprägte Kanton Tessin, ital. Ticino, mit der amtlichen italienischen Bezeichnung: Repubblica e Cantone Ticino (Republik und Kanton Tessin). Der Hauptort des Tessin ist Bellinzona und die bevölkerungsstärkste Stadt ist Lugano. Der südlichste Ort der Schweiz, Chiasso, gehört ebenfalls zum Tessin. Zusammen mit Graubünden ist Tessin der einzige Schweizer Kanton in dem Italienisch als Amtssprache gesprochen wird. Neben Italienisch wird im Tessin auch Lombardisch und in der Gemeinde Bosco/Gurin auch Deutsch oder vielmehr das Walserdeutsch gesprochen.

Landschaft des Tessin

Der Kanton Tessin befindet sich auf der Südseite der Alpen, sodass der südliche Grenzverlauf fast vollständig von Italien umschlossen wird. Im Norden sowie Nordosten grenzt das Tessin an die Kantone Graubünden, Wallis sowie Uri. Die Landschaft zeichnet sich durch einen sehr hohen Anteil bewaldeter Grundfläche aus, welche circa ein Drittel der Gesamtfläche bedeckt. Der höchste Berg des Kantons ist Rheinwaldhorn (3402 m ü. M.), der auf Italienisch als Adula bezeichnet wird. Neben ausufernden Waldlandschaften und dem Blick auf die Alpensüdhänge wird die Landschaft des Tessins ebenfalls stark durch die beiden großen Seen, den Langensee (Lago Maggiore) und den Luganersee (Lago di Lugano) geprägt. Das Klima ist vornehmlich mediterran sonnig, trocken und warm. Dies spiegelt sich auch in der üppigen Vegetation des Kantons wider, die sich neben den ausgedehnten Kastanienwäldern, insbesondere in den an den Lago Maggiore und den Luganersee angrenzenden Regionen durch starken Bewuchs von Mittelmeerpflanzen, wie Palmen und Zypressen niederschlägt. Damit bietet das Tessin seinen Besuchern eine abwechslungsreiche landschaftliche Vielfalt. Nicht umsonst wird der Kanton mit seinen Stränden, Palmen und dem italienischen Flair auch als Tor zum Süden bezeichnet.

Gemeinden in Tessin

Das Tessin besteht aus insgesamt 115 politischen Gemeinden. Der Hauptort ist die am Fuße des Gotthardmassivs und damit in der östlichen Talebene des Flusses Tessin, einem Nebenfluss des Po, gelegene Stadt Bellinzona. Das Stadtbild Bellizonas zeichnet sich besonders durch die teilweise in die Stadtmauer integrierten Befestigungsanlagen (Murata) und Burgen aus, die zusammen mit der Murata seit dem Jahr 2000 zum UNESCO Weltkulturerbe zählen.

Die Gemeinde Lugano hingegen bildet den zentralen wirtschaftlichen Dreh- und Angelpunkt des Kantons und ist zugleich sowohl die flächenmäßig siebtgrößte Stadt der Schweiz als auch die bevölkerungsstärkste Stadt des Tessins. Eine besondere Anziehungskraft üben hier die üppigen Grünanlagen sowie die Seepromenade aus. Der Parco civico mit seiner stark südlich geprägten Vegetation zieht sowohl Städter als auch Reisende geradezu magisch an und lädt nach einer kurzen Verweildauer zu einem Spaziergang entlang der Seepromenade ein, welche bis zur angrenzenden Gemeinde Paradiso führt.

Lugano

Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten im Tessin

Ticino mit seinem italienischen Charme und seiner sowohl von den Alpen, Wäldern als auch Palmenstränden geprägten Landschaft hat nicht nur für Sportfreunde, sondern gerade auch für kulturell interessierte Reisende unglaublich viel zu bieten. Von reichhaltigen Wintersport- und Bergtourenangeboten der alpennahen Gebiete bis hin zu diversen Wassersportaktivitäten, wie dem Schwimmen, Segeln oder Windsurfen ist für so gut wie jeden das passende dabei. Ebenso zahlreich sind die architektonischen und kulturellen Sehenswürdigkeiten des Tessin. Zu den besonderen Sehenswürdigkeiten gehören u. a. die Burgen des Hauptortes Bellinzona sowie die Kirche S. Maria Addolorata bei Brissago. Dieses aufgrund seiner Schräglage fast schon skurril wirkende Kirchenbauwerk wurde zwischen 1767 und 1773 errichtet und wird an den Berghängen von dichtem Wald umgebenen. Gleich bei Brissago, am Lago Maggiore, findet sich mit den Brissago Inseln eine der schönsten Naturschauspiele des Tessin, dass gerade wegen seiner besonders reichhaltigen Pflanzenvielfalt als der botanische Garten des Kantons gilt. Wer hingegen die Berge liebt, ist am Gotthardmassiv, dass an der Grenze der Kantone Tessin, Graubünden, dem Wallis sowie Uri liegt, genau richtig. Berg- als auch weit ausladende Seeblicke, finden sich beim Besuch des San Salvatore, dem Hausberg von Lugano, auch Zuckerhut genannt. Von Lugano-Paradiso ist der Gipfel auch bequem mit der Standseilbahn zu erreichen. Ebenfalls bei Lugano gelegen und mit der Standseilbahn erreichbar, befindet sich der Monte Brè, der sonnenreichste Berg der Schweiz. Von seinem Gipfel aus erwartet den Besucher ein traumhaft schöner Ausblick auf den gegenüber gelegenen San Salvatore, die Stadt Lugano, den Lago di Lugano (Luganersee), aber auch den Monte San Giorgio im Süden der Walliser Alpen sowie dem Damm von Melide. In der Gemeinde Melide ist zudem eine Sehenswürdigkeit der ganz besonderen Art zu finden. Hier befindet sich das Swissminiatur, sozusagen die Schweiz in Kleinformat. Auf einer Freifläche von insgesamt 14.000 Quadratmetern finden sich, wie ein Park angelegt, 120 Modelle der bedeutendsten Denkmäler und Burgen sowie der schönsten Häuser der Schweiz. Wer zudem an zeitgenössischer Kunst interessiert ist, wird im Lugano Arte e Cultura (LAC) ganz auf seine Kosten kommen. Hier erwarten Sie auf fünf Etagen mit insgesamt 2500 Quadratmetern Ausstellungsfläche, zeitgenössische Kunst aus der Südschweiz.

Brauchtum und Traditionen im Tessin

Das Handwerk hat im Tessin eine überaus lange Tradition. Hierzu gehören der Abbau wie auch die Verarbeitung von Granit in Riviera oder der Anbau von Wolle sowie deren Verarbeitung in den Webereien des Kantons, aus der u. a. traditionelle Trachten für die verschiedenen Volksfeste, Prozessionen sowie die Fastnachtsumzüge hergestellt werden. Aber auch die Mehlherstellung, insbesondere von Kastanienmehl sowie dem Farina bóna, einem gerösteten Maismehl aus Onsernone, in Vergeletto, hat eine sehr lange Tradition im Tessin. Neben dem Fastnachtsumzug, dem Erntedankfest sowie den vielen Volksfesten zu Ehren verschiedener Schutzheiliger, kommt der Osterprozession von Mendrisio im Tessin, nicht zuletzt wegen der kulturellen Nähe zu Italien, eine besondere Bedeutung zu. Am Gründonnerstag begleiten Einheimische sowie zugereiste Gäste die Prozession bei der Jesus sein Kreuz auf dem Rücken durch den Ort trägt. Ein Brauch der bis ins 17. Jahrhundert zurückreicht. Aber auch der Karneval von Brissago, Cacciata di gennaio in Chironico, das Fest des seligen Manfredo in Riva S. Vitale, die Eierversteigerung in Vaglio oder die Prozession von Gannariente im Val Bavona sowie das Traubenfest im Mendrisiotto ziehen jährlich viele Besucher an.

Eine Besonderheit des Tessin sind auch die Grotti, also kleine in schattigen Zonen in den Fels getriebene Lokale in denen eine konstante Kühle vorherrscht. Einst wurden diese Arrangements als Kühlschränke verwendet. Heute finden sich hier kleine Restaurants mit zumeist aus Granit gefertigten Tischen und Stühlen und beschattet durch Jahrhunderte alte Laubbäume in denen die kulinarische Rundreise durch die regionalen Köstlichkeiten beginnen kann.

Ascona

Kulinarische Spezialitäten aus dem Tessin

Die vielen wild wachsenden aber auch bewirteten Kastanienhaine des Tessin haben auch ihre Spuren in der regionalen Küche hinterlassen. Lange galt die Kastanie hier als Grundnahrungsmittel und auch heute bildet sie einen festen Bestandteil in Gerichten und regionalen Erzeugnissen, wie Bier, Mehl, Tagliatelle aber auch  als Eis, in Likören sowie als Zugabe im Honig.
Die Regionalküche des Tessins ist ebenfalls stark durch die kulturelle Nähe zu Italien geprägt. Polenta und Risotto in verschiedensten Variationen, Schinken, wie der Piora oder die im Kellergewölbe der Burg Montebello gereiften Salame dei Castelli di Bellinzona bilden einen festen Bestandteil der regionalen Küche des Tessin. Zu den Käsespezialitäten des Tessin zählen Ziegenkäse, wie der Zincarlin und der Robiole. Aber auch traditionelle Schweizer Alpkäse, wie der Piora Alpkäse, der Leventineser Sorescia oder der Pesciüm werden hier hergestellt. Sehr beliebt sind auch der Valmaggia sowie Fümegna, die gerade aufgrund ihrer einzigartigen Aromen weit über die Grenzen des Kantons hinaus geschätzt werden. Eine Tessiner Käsespezialität der ganz besonderen Art aber ist der Strohkäse, formaggio della paglia, aus dem Maggiatal. Seinen besonderen Namen erhält dieser Käse durch seine traditionelle Herstellung, bei der die Käselaiber während der Reifung in Stroh eingewickelt werden.
Wo Käse, Schinken, Salami aber auch Pasta beinah allgegenwärtig sind, darf der sonnengereifte Wein nicht fehlen. An Tessiner Rebstöcken reifen auf annähernd 90 % der kantonalen Anbaufläche Merlot-Trauben, aus denen sowohl vollmundige Weiß- sowie Rotweine erzeugt werden, um die Gaumen regionaler und internationaler Weinkenner zu verzaubern.

Ein paar Minuten Tessin

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