Bern – Das Tor zu den Alpen

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Der Kanton Bern, französisch 'Berne' und italienisch 'Berna', befindet sich im Westen der Schweiz. Mittig durch das Territorium des Kantons verläuft die als 'Röstigraben' bezeichnete Grenze zwischen der Deutschschweiz und der französischen Schweiz. Der Hauptort des Kantons, die Stadt Bern, ist zugleich auch die Bundesstadt der Schweiz und damit der offizielle Sitz der Regierung. Die geltenden Amtssprachen in Bern sind Deutsch und Französisch.
Bern ist nach Graubünden der flächenmäßig und im Hinblick auf die Bevölkerungsdichte, direkt nach Zürich, der zweitgrößte Kanton der Schweiz. Aufgrund seiner landschaftlichen Vielfalt bildet der Tourismus den wichtigsten Wirtschaftszweig. Während das Berner Oberland mit einem beeindruckenden Wechsel von Berg- und Seelandschaften aufwartet, bezaubert das Emmental seine Besucher mit grünbewachsenen Hügellandschaften und üppigen Blumenhainen. Oberaargau hingegen bildet eines der größten Waldressorts des Kantons. Im Berner Mitteland findet sich sowohl die als Teil des UNESCO-Welterbes geführte Altstadt des Hauptort Bern als auch das französisch sprachige Berner Jura, einem Teil des Faltenjura, welches einen Großteil des Juragebirges bildet und die Landschaft des Kantons durch sein Alpenpanorama bereichert.

Landschaft Berns

Bern ist eine der beliebtesten Tourismusdestinationen der Schweiz, das seine Besucher mit einem wundersamen Wechselspiel landschaftlicher Schönheit empfängt. Vom bewaldeten Hügelland des Emmentals über das weitläufige Mittelland mit blühenden Seepanoramen bis hin zu den überwältigen Bergwelten des Berner Oberlands bietet Bern ein großes Maß an Abwechslung. Die höchste Erhebung befindet sich am Finsteraarhorn mit 4274 Metern Höhe über dem Meeresspiegel. Der niedrigste Punkt hingegen ist die Aare bei Wynau mit gerade mal etwas mehr als 400 Metern über dem Meeresspiegel.
Aufgrund seiner flächenmäßigen Ausdehnung reicht Bern vom Jura über das Mittelland bis in die Alpen. Nördlich von Bern liegen die Kantone Jura, Solothurn und Aargau. Im Westen grenzt der Kanton an Neuenburg, Waadt sowie Freiburg. Östlich wird Bern von Luzern, Nidwalden, Obwalden sowie Uri umschlossen, während der südlichen Ausläufer vom Wallis begrenzt werden.
Entgegen der Darstellung auf mittlerweile veralteten Landkarten unterhält Bern seit der Abtrennung des Laufentals im Jahr 1994 keine direkte Grenze mehr zu Frankreich.

Eiger Mönch Jungfrau

Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten

Der Kanton Bern wartet mit einer schier endlosen Vielzahl an Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten auf. Unvergessliche Bergsportareale reihen sich an bezaubernde seenahe Erholungsgebiete, die zusätzlich durch diverse kulturhistorische Attraktionen bereichert werden.
Mit der über 1800 Metern hohen Eigernordwand sowie dem Mönch mit mehr als 4000 Metern Höhe oder der Jungfrau mit mehr als 4100 Metern Höhe sind die Berner Alpen ein wahres Mekka für Bergsportler aus aller Welt. In den Berner Oberalpen, auf 3454 Metern Höhe, befindet sich zudem die höchste Bahnstation Europas. Die Jungfraubahn sowie der berühmte Aussichtsgipfel Schilthorn waren u. a. Teil der Kulisse für den James-Bond-Film "On Her Majesty’s Secret Service". Mit der berühmten Laubhornabfahrt bei Wengen und Skiorten wie u. a. Mürren oder Gstad ist Bern zugleich eine der weltweit beliebtesten Winter- und Skisportregionen. Zu den berühmtesten Alpinregionen gehört das die Kantonsgrenzen von Bern und Wallis übergreifende Jungfrau-Aletsch in den Berner Alpen. Das Gletschergebiet ist Teil des UNESCO-Weltnaturerbes.
Allemal eine Besichtigung wert sind die Aareschlucht sowie die 140 Meter hohen Reichenbachfälle bei Meiringen in den Berner Oberalpen. Denn dort wo die Berge Eiger, Mönch und Jungfrau ihr Gebirgswasser entwässern, befinden sich die größten unterirdischen Wasserfälle der Welt. Zwischen Lauterbrunnental bei Stechelberg stürzt der Trümmelbach über steile Felshänge in die Tiefe. Mit Wassermengen von durchschnittlich 20.000 Liter in der Sekunde die sich über Jahre tief in den Fels gegraben haben sind 10 unterirdische Wasserfälle mit einer Fallhöhe von bis zu 140 Metern, entstanden.
Wo Berge, Täler und Seen zusammenfinden und sich zu beeindruckenden Naturlandschaften vereinen, findet sich auch eine Vielzahl an Gebirgstouren, Wanderwegen und Fahrradtrails. Bern ist gerade für seine vielen Velowege bekannt. Bspw. die Lötschbergtour mit dem Startpunkt im Bergdorf Kandersteg, von wo aus es über Nebenstraßen und Kieswege vorbei am Blausee mit seinem kristallklaren Wasser bis zum Thunersee geht. Die vielen Seen des Berner Mittellandes bieten aber auch naturnahe Abenteuer für Freunde des Wassersports. So ist der Schieffenersee gerade unter Kanuten sehr beliebt. Der Kanuverleih auf dem Schieffenensee hat von Mai bis Oktober geöffnet. Wer einfach nur ein traumhaftes Inselpanorama genießen möchte, dem ist ein Ausflug zur St. Petersinsel im Berner Seenland zu empfehlen. Die Halbinsel ist sowohl auf dem Seeweg als auch zu Lande erreichbar. Das Naturschutzgebiet ist aber vollständig für den Autoverkehr gesperrt.
Nervenkitzel für Schwindelfreie findet sich in Grindelwald bei Interlaken, eine der beliebtesten Tourismusdestinationen Berns. Denn First im Grindelwald ist nicht nur der Startpunkt für diverse Wanderrouten, sondern auch für den First Flieger. In einer Höhe von bis zu 50 Metern mit Geschwindigkeiten von bis zu 84 km/h lassen sich die 800 Meter vom Ort First nach Schreckfeld in nur circa 45 Sekunden überwinden. Bis zu vier Personen können gleichzeitig in den über Drahtseilen geführten Hängesitze Platznehmen und über das Tal hinweg gleiten.
Eines der Highlights des Kantons ist selbstverständlich der Hauptort Bern. Die Stadt gilt nicht nur den Schweizern als Tor zu den Alpen. Die zentrale Lage sowie die sehr gute Anbindung durch den Pkw-, Schienen- sowie Flugverkehr machen die Stadt zu idealen Ausgangspunkt für die Ausflüge in die gesamte Schweiz. Nur wenige Städte haben sich ihr historisches Erbe so gut erhalten, wie die Stadt Bern mit der als UNESCO-Welterbe geschützten Altstadt. Hier befinden sich auch die Lauben, eine der längsten durch Bogen- bzw. Laubengänge geschützten Einkaufsarkaden Europas. Auf sechs Kilometern reihen sich diverse Marktstände mit regionalen und überregionalen Waren aneinander. Zugleich wartet die umliegende Altstadt mit einer einladenden mittelalterlichen Atmosphäre auf. Allein das Flanieren durch die von Aare umflossene Altstadt wird hier zu einem Vergnügen. Denn es gilt zahlreiche Gässchen zu entdecken, die zu besinnlichen Plätzen mit Brunnen, altertümlichen Sandsteinfassaden und historischen Türmen führen. Daneben und dazwischen finden sich zahlreiche Cafés, Bars und Restaurants, die zum Verweilen Einladen und mit den berühmten Berner Köstlichkeiten wahre Gaumenfreuden bereiten. Aber auch kleine Läden, Kaufhäuser und erlesene Boutiquen bieten beste Einkaufsmöglichkeiten.
Einer der besten Ausblicke auf die historische Altstadt Berns erhalten Sie vom hoch gelegenen Rosengarten, oberhalb des Bären Parks oder der auf 101 Metern Höhe befindlichen Aussichtsplattform des Münsterturms. Der Rosengarten ist ein Berner Stadtpark, der sich nordöstlich der Altstadt befindet. Von 1765 bis 1877 war der Rosengarten ein Stadtfriedhof, der erst 1913 in eine öffentliche Parkanlage umgewidmet wurde. Seit 1917 werden hier Rosen gezüchtet. Zu allen Seiten der von Lindenbäumen bewachsenen Kreuzallee erstrecken sich die Blumenfelder auf denen jährlich mehr als verschiedene 220 Rosenarten, circa 200 Irisarten und bis zu 28 verschiedenen Rhododendronarten erblühen.
Der Bär ist das offizielle Wappentier der Stadt Bern. Nicht verwunderlich also, dass im berühmten Bärenpark auch echte Braunbären leben. Der Bärenpark, offizielle Schreibweise 'BärenPark Bern' ist ein Tiergehege, welches dem Berner Tierpark Dählhölzli angehört. Der Park befindet direkt an dem der Berner Altstadt gegenüberliegenden Ufer der Aare und bietet neben dem Braunbärengehege und den beiden berühmten Bärengräben grandiose Ausblicke auf die Berner Altstadt.
Neben der Münsterplattform mit Panoramablick auf die Altstadt Berns ist auch das Berner Münster eine Besichtigung wert. Schließlich handelt es sich um die größte und zugleich bedeutendste spätmittelalterliche Kirche der Schweiz. Errichtet im Stil der Gotik, verfügt der Chor der Kirche über einen aus dem 15. Jahrhundert stammenden Glasmalereizyklus. Der Grundstein für das Berner Münster wurde bereits 1421 gelegt.
Die Stadt Bern ist zugleich der Sitz der Schweizer Regierung. Gleich in unmittelbarer Nähe zum Hauptbahnhof befindet sich das Bundeshaus, dessen Türen zumeist auch für den Besucherverkehr geöffnet sind. Gleich davor befindet sich der Bundesplatz, wo sich auch der Berner Wochenmarkt befindet.
Bern bietet aber auch weit mehr als Sehenswürdigkeiten. Besonders Kunst- und Kulturinteressierte kommen hier ganz auf ihre Kosten, denn Bern beherbergt die weltweit größte Sammlung von Werken, wie Paul Klee. Nicht anders das Kunstmuseum Bern, das älteste Kunstmuseum der Schweiz, mit Werken von Künstlern, wie Meret Oppenheim oder Ferdinand Hodler. Neben anderen befindet sich in Bern auch das Historische Museum, das Alpine Museum der Schweiz, das Museum für Kommunikation, das Albert Einstein Haus sowie dem Einstein Museum. Jedes Jahr im März wird im Hauptort Bern mit der Museumsnacht zudem der Kulturfrühling eingeläutet. Ab den frühen Abendstunden öffnen die Museen ihre Pforten für die kunstbegeisterte Nachtschwärmer.
Ein weit über die Grenzen des Kantons bekanntes Event ist das Berner Jazzfestival, welches jährlich Besucher aus aller Welt in die Hauptstadt der Schweiz zieht. So auch die im Juni stattfindenden Berner Tanztage. Mit diversen Aufführungen, Workshops, Ausstellungen und Diskussionsveranstaltungen dreht sich bei diesem Kulturevent alles um das Thema Tanz. Gleich darauf geht es auch im Juli musikalisch mit dem Gurtenfestival weiter, wo auf dem Berner Hausberg über mehrere Tage infolge diverse Bands auftreten. Ebenso beim Buskers Bern Strassenmusik-Festival. Stets im August an drei aufeinanderfolgenden Tagen wird die Stadt in ein buntes Treiben verwandelt. Hunderte von Artisten der verschiedensten Genres finden sich hier zusammen um den Berner Sommer mit Gipsymusik, poetischen Chansons, Theater- und Puppentheateraufführungen zu bereichern.
Auch das wohl bekannteste Berner Sportevent sollte an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben. Der Grand Prix von Bern, die größte Laufsportveranstaltung der Schweiz, findet regelmäßig im Mai statt. Auf einer Strecke von etwas mehr als 16 km durch die Berner Altstadt messen sich die Freunde Laufsports angefeuert von mehreren Tausend Zuschauern.

Traditionen und Brauchtum

Ebenso wie die übrigen Kantone der Schweiz hat Bern eine Vielzahl an Traditionen und gelebten Brauchtümer zu bieten. Klassische, über den ganzen Kanton verbreitete Brauchtümer sind das Tragen von Trachten, Jodeln sowie die traditionellen Volkstänze und die dazugehörige Volksmusik. Aber auch das Alphornblasen und Laientheater finden selbst heute noch regen Anklang unter der Bevölkerung. Das Gleiche gilt für traditionellle Sportarten, wie dem Schwingen, Hornussen oder Steinstossen. Beim Schwingen, auch als 'Hosenlupf' bezeichnet, handelt es sich um eine noch heute weitverbreitete schweizerische Nationalsportart. Es ist eine Art Freistilringen, das traditionell auf Sägemehl praktiziert wird. Das Hornussen hingegen verbindet Elemente von Einzel- und Mannschaftssportarten und ist sehr stark im Berner Mittelland verbreitet. Beim Steinstoßen hingegen handelt es sich um eine Art Rasenkraftsport, das zugleich mit zu den ältesten Sportarten der Menschheitsgeschichte gezählt wird. Beim Steinstoßen werden Quader mit einem Gewicht von 3 bis 15 kg von der Abstoßkante mit nur einem Arm möglichst weit gestoßen.
Gleichfalls zu den gelebten Traditionen Berns zählen Handwerkskünste, wie die in der gesamten Schweiz verbreitete Käseherstellung, Holzschnitzereien oder das Spitzenklöppeln. Auch finden sich im Kanton Bern eine Reihe regional begrenzter Traditionen und Handwerkskünste. In Thuner, sowie rund um den Bielersee wird die Winzerkultur gepflegt. Das Berner Jura ist für die Pferdezucht bekannt. Das Emmental ist nicht nur für die Herstellung des berühmten Emmentalerkäse, sondern auch für die Herstellung von Langnauer Örgeli, bzw. Schwyzerörgeli, zu Deutsch 'Schweizer Orgeln' bekannt. Hierbei handelt es sich um Musikinstrumente, die ähnlich wie ein Akkordeon aufgebaut sind. Aus dem Emmental stammt auch die begehrte Langnauer Keramik. Das Waadtland hingegen ist für seine mittlerweile auch in anderen Kantonen weitverbreitete Tradition des Scherenschnitts bekannt.
Wer die Ausführung traditioneller Handwerkskunst bestaunen möchte, dem ist einem Besuch in Zäziwil am letzten Mittwoch im September zu empfehlen. Denn hier finden stets die Zäziwiler Brächete statt. Ein Volksfest, dass bereits seit 1954 abgehalten wird. Dort werden die traditionellen Formen der Flachsbearbeitung des 19. Jahrhunderts demonstriert.
Neben dem ist Bern auch für eine Vielzahl an traditionellen Volksfesten bekannt. Hierzu gehören u. a. der im Hauptort verankerte Zibelemärit, Deutsch 'Zwiebelmarkt'. Dieser findet immer am 4. Montag im November statt. Schon an frühen Morgen werden die Straßen der Hauptstadt mit Konfetti übersät, während zugleich unzählige mit geflochtenen Zwiebelzöpfen geschmückte Verkaufsstände in den Gassen der Altstadt bis hin zum Bundesplatz öffnen.
Nicht anders das Ausschiesset sowie die Fulehung in Thun. Ein Thuner Volksfest, dessen Wurzeln bis ins 16. Jahrhundert zurückreichen und stets vom vierten Sonntag im September bis zum darauffolgenden Dienstag abgehalten wird. Das zentrale Ereignis ist das Armbrustschießen der Kadetten sowie die Jagd des Fulehung durch die Straßen der Stadt.
Ein Erlebnis sind auch die Tellspiele in Interlaken, bei denen nach der Textvorlage von Friedrich Schiller, das Leben des berühmten Schweizer Volkshelden, Wilhelm Tell, spektakulär inszeniert wird. In Interlaken wird auch das berühmte Unspunnenfest abgehalten. Ein Schweizer Alphirtenfest, das immer am letzten Samstag im August beginnt und in der darauffolgenden Woche am Sonntag endet. Das Alphirtenfest findet jedoch nur alle 12 und das Unspunnen-Schwinget alle 6 Jahre statt.
Die Harder-Potschete in Interlaken wird immer am 2. Januar gefeiert. An diesem Tag wird Interlaken vom Hardermann, seinem Wyb und seinem Gefolge, den Potschen, heimgesucht. Die als Potschen maskierten Männer rennen an diesem Tag durch die Straßen von Interlaken und verbreiten mit ihren Schreien Angst und Schrecken. Die verwendeten Masken werden vollständig aus Holz von Hand geschnitzt.
Das Trychle und Ubersitz im Haslital ist ein traditionelles Volksfest, bei dem die bösen Geister mit Trommeln und Viehglocken vertrieben werden. Es findet stets in der Nacht vom 25. auf den 26. Dezember statt und geht bis zum letzten Arbeitstag des Jahres.

Spezialitäten aus Bern

So reich Bern an Sehenswürdigkeiten und Traditionen ist, so vielfältig sind auch die teils weltberühmten Spezialitäten aus Bern. Ein wahrer Klassiker ist unbenommen das Ovomaltine. Erfunden wurde das Malzextrakt 1865 in einem Labor der Berner Altstadt. Ursprünglich als Nahrungsergänzung gegen die damals weitverbreitete Mangelernährung von Kindern durch den Apotheker Dr. Georg Wander entwickelt, hat die u. a. durch Kakao-Zusätze weiter verfeinerte Rezeptur seinen festen Platz in der Frühstücksauswahl von Menschen überall auf der Erde gefunden. Ovomaltine ist heute in diversen Varianten, wie bspw. als Müsli oder auch als Brotaufstrich erhältlich.
Ebenfalls aus der Not geboren ist Ragusa. Eine Idee des Berner Schokoladenfabrikanten Camille Bloch, der in den Mangelzeiten der Spätphase des 2. Weltkrieges, ab 1942, aus mit einer Schokoladenglasur überzogenen gemahlenen und ganzen Nüssen die erste Regusa-Schokolade kreierte. Auch heute noch wird Regusa nach der traditionellen Rezeptur von der Familie Bloch hergestellt.
Eine weitere süße Weltberühmtheit ist die Toblerone, die in der Schokoladenfabrik Tobler in der Stadt Bern, während der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, erfunden worden ist. Damals siedelten sich auf dem Gelände hinter dem Berner Hauptbahnhof mehrere Fabriken an, darunter die Schokoladenfabrik Tobler. Die Milchschokolade mit einer Honig-Mandel-Nugat-Füllung hat seit ihrer Erfindung im Jahr 1908 die Welt im Sturm erobert. In der Schweiz sind entgegen der in Deutschland verbreiteten traditionellen Milchschokolade Toblerone auch diverse andere Variationen, bspw. aus Zartbitterschokolade oder Weißer Schokolade erhältlich. Die Bezeichnung Toblerone ist ein Komposita aus dem Namen 'Tobler' mit der Bezeichnung 'Torrone' . Letzteres ist eine italienische Nougatspezialität. Angeblich geht die dreieckige Form der Toblerone auf einen Einfall Theodor Tobler zurück, der sich während einer Aufführung des Folies Bergères in Paris von der Pyramidenformation der Tänzerinnen inspirieren lassen hat.
Die Mandelbärli aus Bern werden nicht selten als die Botschafter der Hauptstadt bezeichnet. Die erste Bärenform stammt noch aus dem Jahr 1914 und wurde von Friedrich Anton Reiche im Dresden hergestellt. Diese bis heute legendären Metallformen wurden von allen großen Schweizer Schokoladenfabriken, wie Lindt oder auch Tobler verwendet. Der Madelbärli entstand aber erst 1989 zum 125-Geburtstag der Berner Konditorei Glatz. Anstelle die Schokoladenform mit einer Kakaomasse zu befüllen, wurde ein feiner Kuchenteig verwendet und das Berner Mandelbärli war geboren. Heute ist das Mandelbärli in diversen Variationen erhältlich.
Auch das Emmental hat noch mehr zu bieten als seinen weltweit berühmten Emmentalerkäse. Guetzli sind in der Schweiz sehr weit verbreitet. Die beliebtesten sind aber die dünnen Kambly-Bretzeli ohne Löcher aus dem Emmental. Diese feinen Biskuits erfreuen sich seit nunmehr 100 Jahren einer sehr hohen Nachfrage und werden mittlerweile in die ganze Welt exportiert.
Früher ein absoluter Geheimtipp und ein beliebtes Geschenk unter Freunden ist der Ingwerer. Ob süß oder scharf zubereitet, der Ingwerer ist zum Trendgetränk der Schweiz avanciert. Die über die Kantonsgrenzen hinausgehende Verbreitung dieses Kultgetränks geht auf Peppe Jenzer, einem ehemaligen Barkeeper aus dem Café Kairo in Bern zurück. Nachdem Peppe den traditionellen Ingwerschnaps zum ersten Mal probierte, machte er sich daran die ursprüngliche Rezeptur zu verfeinern und sein Produkt zu vermarkten.
Der Swis Mountain Single Malt aus Bern hat seinen Ursprung in Schottland. Donald McDonald bereist 1874 die Schweiz und auch das bereits damals namhafte Interlaken. Die verschriftlichten Reiseerfahrungen gaben Anlass seinen Spuren nach Interlaken zu folgen. Ganze 100 Jahre später werden in den Felsenkellern der Bierbrauer Indermühle nun die Whiskeyfässer des Swis Mountain Single Malt reifegelagert.
Der Berner Rosen-Tee aus dem Länggass-Viertel ist ein feiner Früchte- und Blütentee, der aus einer traditionellen Komposition aus Apfelstücken, Zimt, Hibiskus, Rosenblättern, Lindenblüten und Brennnesseln besteht. Die Zutaten werden im Berner Bauerngarten angebaut.
Neben diesen Spezialitäten aus Bern verfügt der Kanton zudem über eine jahrhundertealte traditionelle Küche mit einer großen Auswahl an klassischen Gerichten. Trotz ihrer zumeist sehr deftigen Ingredienzien, wie Butter, Käse, Eier und Rahm macht sich auch der Einfluss der französischen Cuisine durchaus bemerkbar. Traditionelle Gerichte aus Bern sind zum Beispiel Berner Platte, Berner Rösti, Berner Zungenwurst, Emmentaler Schafvoressen, Berner Ankezüpfe, Pot au feu, Zwiebelsuppe oder auch die Meringue.
Bei der Meringue handelt es sich um ein Schaumgebäck aus gezuckertem Eischnee. Die Baisers werden nur für ein bis zwei Stunden bei 100 °C im Backofen getrocknet damit die charakteristische weiß bis blassgelbe Farbgebung erhalten bleibt. Baisertorten hingegen werden nur flambiert. Hierdurch bleibt der Eischnee weich und erhält seinen leicht bräunlichen Teint.
Pot au feu heißt so viel, wie 'Topf auf dem Feuer' und ist ein klassischer Rindfleisch und Gemüse Eintopf nach einem Rezept, das ursprünglich aus Nordfrankreich, stammt.
Bei den Berner Ankezüpfe handelt es sich um ein typisch schweizerisches Gebäck, das auch in Österreich und Süddeutschland stark verbreitet ist. Entgegen dem klassischen Hefezopf werden Berner Ankezüpfe nicht zusätzlich gesüßt und enthalten keine Rosinen oder Mandeln.
Die Zungenwurst ist ähnlich der allgemein bekannten Blutwurst, enthält aber neben entschwarteten Speck nur Zunge als Einlage.
Die Emmentaler Schafvoressen ist eine traditionelle Vorspeise, die bei Festen, wie dem Neujahrfest, der Sichlete, bzw. dem Erntedankfest und zu Tauffesten serviert wird. Es handelt sich um eine Gemüsesuppe mit Schafsfleischeinlage. Neben der Schafsvoresse wird das Gericht gelegentlich auch als Lammvoresse mit Lamm anstelle von Schafsfleisch serviert.
Bei der Berner Platte handelt es sich um eine Fleischplatte, die aus verschiedenen Fleisch- und Wurstsorten besteht. Üblicherweise enthält die Berner Platte Rindfleisch, geräucherte Schweine- oder Rinderzunge, geräucherten Bauchspeck aber auch Rippli (Rippchen), Schüfeli, ähnlich dem in Deutschland verbreiteten Kassler, Gnagi (Eisbein) und Zungenwurst. Dazu wird traditionell mit Wachholder gewürztes Sauerkraut, saure Rüben, getrocknete Bohnen sowie Salzkartoffeln gereicht.

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