St. Gallen

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Der Kanton St. Gallen, schweizerdeutsch: 'Sanggale', französisch: 'Saint-Gall', italienisch: 'San Gallo', rätoromanisch: 'Sogn Gagl', ist Teil der Deutschschweiz und befindet sich in der Ostschweiz. Der Hauptort des Kantons ist die gleichnamige Stadt St. Gallen. Die geografische Ausdehnung von St. Gallen geht auf die napoleonischen Mediationsakte von 1803 zurück. Hierdurch wurden die ursprünglich zwölf geschiedenen Regionen mit ihrer bis dahin jeweils eigenständigen Geschichte sowie den diversen Lebensweisen miteinander vereinigt wurden. Hierzu zählen das heutige nördliche Hügelland von St. Gallen, die rund um das Rheintal und den Zürichsee heimische Landwirtschaftskultur sowie die im oberen Toggenburg vorherrschende Vieh- und Milchwirtschaft. Aber auch die historisch, insbesondere für die Stadt St. Gallen, bedeutungsvolle Textilwirtschaft.

Landschaft und Lage

Der Kanton St. Gallen grenzt an die Kantone Graubünden, Glarus, Schwyz, Zürich sowie Thurgau und umschließt auch die Halbkantone Appenzell Innerrhoden und Appenzell Ausserrhoden. Im Norden grenzt St. Gallen an den Bodensee und befindet sich damit in direkter Nachbarschaft zum deutschen Landkreis Lindau sowie dem Bodenseekreis. Im Osten teilt sich der Kanton eine Grenze mit dem österreichischen Bundesland Vorarlberg sowie dem Fürstentum Liechtenstein.

Der höchste Berg des Kantons St. Gallen ist der Ringelspitz mit 3247 Metern über dem Meeresspiegel. Der tiefste Punkt wird vom größten See des Kantons, dem Bodensee, mit 395 Metern über dem Meeresspiegel gehalten. Neben dem Bodensee befinden sich auch der Zürichsee sowie der Walensee zu Teilen innerhalb der Kantonsgrenzen von St. Gallen. Der Gigerwaldsee ist damit der insgesamt größte innerkantonale See des Kantons.

Die urtümliche Naturlandschaft aus Berggipfeln und idyllischen Seegebieten wird u. a. durch die Flussläufe des Rhein, der Thur, der Linth, der Sitter sowie der Seez ergänzt. Damit weist St. Gallen ein sehr abwechslungsreiches Panorama aus lieblichen Seenlandschaften, schroffen Hochgebirgspassagen sowie einem voralpinen Hügelland mit Wäldern und Weiden auf, dass durch ausgedehnte Flusstäler und Moorflächen im Rheintal sowie dem Linthgebiet ergänzt wird.

Sehenswürdigkeiten in St. Gallen

So reichhaltig und abwechslungsreich wie die Naturlandschaft von St. Gallen sind auch die Sehenswürdigkeiten und Aktivitätsangebote des Kantons. Insbesondere die reizvolle Lage im Vierländereck zwischen der Schweiz, Deutschland, Österreich und dem Fürstentum Liechtenstein machen St. Gallen zum idealen Ausgangspunkt für Ausflüge ins Appenzellerland, die Bodenseeregion sowie dem Berg Säntis.

St. Gallen gilt ganz zu Recht als eines der zentralen Fahrrad- und Inlinerparadiese der Schweiz. Durch die Kombination von Velo & Schiff werden hier spannende grenzüberschreitende Touren zwischen den angrenzenden Kantonen sowie zwischen der Schweiz und Nachbarländern, wie Deutschland, Österreich oder auch Lichtenstein ermöglicht. Aber auch Wanderer kommen in St. Gallen, bspw. mit dem Brückenweg, der über insgesamt 18 Brücken im Sittertobel führt oder den interkantonalen Teilabschnitt des Jakobswegs, von Rorschach über St. Gallen bis nach Herisau, ganz auf ihre Kosten.

Insbesondere die Bodenseeregion bei St. Gallen wartet mit einem reichhaltigen Aktivitäten- und Erholungsangebot auf. Diverse Wanderwege führen hier rund um das prächtige Seepanorama, während diverse Fahrradwege zu sportlichen Entdeckungstouren durch die Region einladen. In Rorschach am Bodensee erwartet Sie zudem ein vielfältiges Wassersportangebot an Segel- über Pedalotouren bis hin zum Badespaß mit der ganzen Familie. Auch die Freuden des Gaumens kommen in St. Gallen, bspw. im Schlosshotel Wartegg mit seinem Biorestaurant, nicht zu kurz.

Wer alpine Berglandschaften liebt, wird auch einen Besuch auf dem Gipfel des Säntis, dem, wenn auch nicht höchsten, aber bekanntesten Berg des Kantons zu schätzen wissen. Vom Gipfel des Säntis streift der Blick die Landschaften von insgesamt sechs Ländern, der Schweiz, Deutschland, Österreich, Liechtenstein, Frankreich sowie Italien. Der Gipfel des Säntis ist seit 1935 mit einer Luftseilbahn von der Schwägalp aus erreichbar. Rund um den Säntis erstreckt sich zudem ein wahres Wanderparadies, denn der Berggipfel ist über verschiedene Routen, bspw. von Wasserauen, Wildhaus oder auch Unterwasser aus erreichbar.

In der Ortschaft Abtwil findet sich auch der Säntispark. In der Bäderwelt des Säntispark erwartet Sie nebst weiteren Attraktionen ein Wildwassercanyon, ein Wellenbad, die Saunawelt und ein Solebad sowie die Rutschwelten mit insgesamt sechs verschiedenen Wasserrutschen.

Wer bei einem Besuch der Schweiz das Überschreiten interkantonaler Grenzen nicht scheut, sollte sich auch eine Fahrt von St. Gallen aus mit dem Voralpen-Express nicht entgehen lassen. Der Voralpen-Express verbindet die St. Gallener Bodenseeregion mit Luzern und führt auf der etwas mehr als zweieinhalbstündigen Fahrt über eine Strecke von 149 km Länge bei der Ausblicke auf die beeindruckenden Landschaften von Toggenburg, dem Zürichsee sowie dem Hochmoor von Rothenturm gewährt werden.

Ein Ausflugsziel für Freunde feiner Schokoladen ist die Gemeinde Flawil in Untertoggenburg. Dort befindet sich die berühmte Schokoladenfabrik Maestrani, die liebevoll von den Einheimischen auch als 'Schoggiland' bezeichnet wird. Die Schokoladenfabrik kann zu den regulären Öffnungszeiten auch ohne Vorankündigung besucht werden. Von der Besuchergalerie aus werden Einblicke in die Herstellung der Schweizer Traditionsschokolade gewährt.

Der Hauptort des Kantons, die Stadt St. Gallen zwischen Bodensee und dem Appenzellerland, wartet ebenfalls mit einer großen Auswahl an Attraktionen auf. Sowohl die Entstehung der Stadt als auch der Name St. Gallen gehen auf die Klostergründung durch den irischen Wandermönch Gallus im Jahr 612 zurück. Wer den Hauptort St. Gallen besucht, sollte sich daher auch einen Besuch der reizvollen und vollständig für den Kraftverkehr gesperrten St. Gallener Altstadt nicht entgehen lassen. Charakteristisch für die Altstadt von St. Gallen sind die vielen gut erhaltenen historischen Häuser mit ihren bunt bemalten Erkern bzw. Schießscharten und Mauerausbuchtungen aus dem 16. bis 18. Jahrhundert. Berühmt ist die Altstadt auch für seine ausgezeichnete Gastronomie mit regionalen Spezialitäten sowie den vielen atmosphärisch hergerichteten Cafés, welche eine traumhafte Kulisse zum Flanieren bieten. Gleichzeitig gibt es in der Altstadt St. Gallen beste Einkaufsmöglichkeiten.

In der Altstadt von St. Gallen befindet sich auch der berühmte Stiftsbezirk sowie die barocke Kathedrale inklusive der Stiftsbibliothek, die sowohl als Wahrzeichen der Stadt firmieren und seit 1983 zum UNESCO-Weltkulturerbe zählen. In der St. Gallener Stiftsbibliothek werden mehr als 170.000 zumeist handgeschriebene und teils über tausend Jahre alte Dokumente aufbewahrt. Gleichzeitig befindet sich in der Bibliothek einer der schönsten Rokokosäle der Schweiz.

Als Universitätsstandort mit Schwerpunkt im Bereich der Wirtschaftswissenschaften bietet die Stadt auch ein abwechslungsreiches Kulturprogramm sowie ein lebendiges Nachtleben mit diversen Bars und Clubs und jährlich wiederkehrenden Musikfesten. Zu den bekanntesten jährlich stattfindenden Kultur- und Musikevents der Stadt zählen u. a. die im Juni abgehaltenen St. Galler Festspiele mit Open-Air-Aufführungen klassischer Musik im Klosterhof und Tanzveranstaltungen in der Kathedrale sowie einem breit gefächerten Konzertprogramm. Eines der insgesamt ältesten und größten Freiluftfestivals ist das stets im Juni, im Sittertobel, stattfindende OpenAir Festival St. Gallen.

Nebst Musik, Tanz und Theater wird in St. Gallen auch ein umfangreiches kulturhistorisches Programm geboten. So wartet das Textilmuseum von St. Gallen mit einer Ausstellung über in- und ausländische Stickereien vom 14. bis 20. Jahrhundert auf. Insbesondere die St. Galler Stickereien haben der Stadt historisch sowohl zu Wohlstand als auch zu internationalem Ansehen verholfen. Für Kunstliebhaber mit Interesse an Kunst vom Spätmittelalter bis in die Gegenwart darf ein Besuch des Kunstmuseums St. Gallens nicht fehlen.

Wer sich mehr für die experimentierfreudigen Auswüchse moderner Gegenwartskunst mit regionalen sowie internationalen Bezügen interessiert, sollte ebenfalls einen Besuch der Kunst Halle Sankt Gallen nicht scheuen.

Brauchtum und Traditionen

Die im Kanton St. Gallen verbreiteten Bräuche und Traditionen sowie die daraus resultierenden Volksfeste sind zumeist stark durch religiös-konfessionelle Einflüsse geprägt. Hierzu zählen u. a. die bis heute erhalten gebliebenen Fasnachts- und Maskentraditionen oder auch die aus der bäuerlichen Tradition stammenden Alpaufzüge, der Alpsegen, die Vieh- und Jahrmärkte sowie die aus dem Rheintal stammende Tradition des Rheinholzen. Die meisten der bis heute praktizierten Fasnachtsbräuche wurden durch die Knabenschaften ausgeübt und überliefert. So auch die Sarganserländer Fasnacht- und Maskentradition sowie die Röllelibutzen in Altstätten.

Das Sarganserland ist eine der zentralen Fasnachtsregionen von St. Gallen, bei der die im Sarganserland traditionell von Hand geschnitzten Holzmasken getragen werden. Während die Sarganser Fasnachtfeierlichkeiten früher vornehmlich in den Straßen und Gasthäusern zelebriert wurden, werden die Fasnachtsumzüge heute vermehrt durch große Maskenbälle sowie Guggenkonzerte bereichert. Wie in anderen Fasnachtstraditionen auch, werden in Rahmen der Fasnachtsumzüge auch hier die Obrigkeiten sowie das Dorfleben und deren zentrale Persönlichkeiten karikiert. Daher spiegeln die geschnitzten Holzmasken auch oftmals die überzeichnet dargestellten Gesichtszüge sowie prägnanten Verhaltensweisen regionaler Persönlichkeiten wider. Das Brauchtum des Maskenschnitzens wurde zu Anfang des 19. Jahrhunderts durch Wanderarbeiter ins Sarganserland gebracht. Seit den 1930er Jahren wurde die traditionelle zur Schaustellung von Charaktermasken durch Hexen-, Dämonen- und Teufelsmasken ergänzt. Eine Tradition, die auf die in der Schweiz sehr viel ältere Tradition der Wiiblimasken zurückführen ist. Seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges hat die mit den Fasnachtsumzügen eng verwobene Tradition des Maskenschnitzens zusätzlichen Aufschwung erhalten. Seither haben sich in St. Gallen, insbesondere in Flums eine Vielzahl an Schnitzervereinen gegründet, welche für die Aufrechterhaltung und Verbreitung der Tradition des Maskenschnitzens sorgen. Alleine im Sarganserland gibt es gegenwärtig annähernd 60 dieser Vereine.

In Altstätten hingegen, einer Gemeinde in St. Gallen, stehen die Röllelibutzen mit ihren farbenprächtigen Hüten, Wasserspritzen sowie den um den Bauch gewickelten Rölleligurten im Zentrum der Fasnachtstradition. Die in Altstätten durch den Röllelibutzen-Verein organisierte Straßenfasnacht zieht jährlich Tausende Besucher nach Altstätten.

Zu den regional volkstümlichen Feierlichkeiten in St. Gallen zählen u. a. auch er Fruchtbarkeitsbrauch des Ragazer Maibär sowie die rund um den Funkensonntag zelebrierten Feuer- und Lichterbräuche, wie die Flawiler Lägelisnacht oder auch die Kaltbrunner Kläuse.

Auch Handwerkskünste haben in St. Gallen einen hohen traditionellen Wert, der auch heute noch gelebt wird. Hierzu zählen u. a. die aus der Zeit des Barock stammende ländliche Wand- und Möbelmalerei oder die pietistische Toggenburger Hausorgeltradition sowie die Streichmusikensembles. In der Stadt St. Gallen hat die jahrhundertealte Tradition der Buchmacher- und Binderei bis heute währende Spuren hinterlassen. So sind in den diversen Bibliotheken der Stadt eine Vielzahl an kunstvollen Handschriften sowie diverse Zeugnisse aus den Anfängen der Verbreitung der Buchdrucktechnik zu finden.

Mit dem Aufkommen der Stickerei sowie der Textilindustrie seit dem 19. Jahrhundert ist im Kanton St. Gallen ein Wandel von Traditionen und Brauchtümer zu verzeichnen, welcher das allmähliche Verschwinden traditioneller Trachten nach sich gezogen hat. So auch der Verlust der liturgischen Bedeutung der Streichmusikensembles. Letzteres wird jedoch noch immer im oberen Toggenburg sowie in Appenzell gepflegt.

St. Galler Spezialitäten

St. Gallen steht neben seiner Landschaft und seinen regionalen Traditionen gerade auch für eine Vielzahl regionaler Spezialitäten. Neben weiteren zählen hierzu die St. Galler Klostertorte und Biber, die St. Galler Klosterpastete, die St. Galler Sammetsuppe, die St. Galler Bratwurst, Bier aus St. Gallen sowie die Schokoladen der Marke Maestrani.

Bei der St. Galler Klostertorte handelt es sich um eine Torte aus einem braunen Mandelteig mit einer Konfitürenschicht, der zumeist durch ein Teiggitter abgedeckt wird. Durch die Zugabe von Kakao erhält der Mandelteig, die für die Klostertorte charakteristische braune Färbung. Eine regionale Spezialität, die im gesamten Kanton anzutreffen ist.

Bei St. Galler Biber handelt es sich um ein mit einer Mandelmasse gefülltes Honiggebäck, dass je nach Bäckerei nach jeweils abweichenden Rezepten hergestellt wird. Zumeist werden aber Gewürze, wie Anis, Koriander, Nelken, Kardamom, Fenchel sowie Pfeffer dem Teig beigegeben, deren richtiges Mischverhältnis als gut gehütetes Geheimnis von den St. Galler Confiseuren weitervererbt wird. Die Biber wurden erstmals 1462 in den St. Galler Ratsprotokollen erwähnt.

Die St. Galler Sammetsuppe ist eine Mehlsuppe, die ihre Stärke sowie den würzigen Geschmack durch eine Basis aus Fleischbouillon erhält und in diversen Wirtshäusern des Kantons als Vorspeise angeboten wird.

Seit 2008 handelt es sich bei der St. Galler Bratwurst, der St. Galler Kalbsbratwurst sowie der St. Galler Olma-Bratwurst um geschützte geografische Angaben. Die im Namen dieser Produkte mitgeführte Kürzel 'IGP' steht für 'Indication géographique protégée' und zeichnet diese als traditionelle Qualitätsprodukte der im Namen benannten Ursprungsregion aus. Das Rezept zur Herstellung der St. Galler Bratwurst stammt bereits aus dem Jahr 1438. Hierin wurde bereits die für die St. Galler charakteristische Gewürzmischung festgehalten. Eine Spezialität des Kantons die sowohl auf Festen als auch in Restaurants serviert wird.

Die Stadt St. Gallen, auch als Gallusstadt bezeichnet, verfügt über eine sehr alte Tradition des Bierbrauens. Frühe Zeugnisse einer bereits etablierten Bierbrautradition stammen aus dem Jahr 820. Eine der bis heute berühmtesten Brauereien ist die von Johann Ulrich Tobler 1779 gegründete Brauerei Schützengarten. Die älteste Brauerei der Schweiz. Die Biere dieser Schweizer Traditionsbrauerei sind mehrfach ausgezeichnet.

Neben diesen Spezialitäten sind es gerade auch die verschiedenen Schweizer Käse aus Toggenburg, die mitunter den Ruf der besten Käse der Schweiz genießen. Nicht anders die nach italienischen Rezepten hergestellten Schokoladenvariationen der Schokoladenmanufaktur Maestrani. Der Firmensitz von Maestrani befindet sich seit 1859 in Flawil in St. Gallen.

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