Aargau – Der Kulturkanton

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Der Kanton Aargau, im Schweizerdeutsch: 'Aargöi', französisch: 'Argovie' und italienisch: 'Argovia', befindet sich im Norden der Deutschschweiz und damit im nordöstlichen Teil des Schweizermittelandes, gleich am unteren Verlauf des Flusses Aare, der zugleich auch der Namenspate des Kantons ist.
Der Kanton zählt zu den fruchtbarsten Regionen der Schweiz und beherbergt daher auch den Großteil der landwirtschaftlichen Produktion, u. a. der Milchproduktion sowie des Obst- und Getreideanbaus. Es finden sich aber auch Produktionsstädten der Elektronik- sowie Lebensmittelindustrie in Aargau. Neben seiner regional bedingten Funktion als Kornspeicher der Schweiz gilt Aargau mit seinen vielen historischen Burgen und Schlossanalgen, Museen und Kulturevents als der Kulturkanton der Schweiz und bildet damit eine sehr beliebte touristische Destination für Urlauber. Die besondere Stellung der Kultur in Aargau geht auf das Kulturgesetz von 1968 zurück, in welchem Aargau als erstes Kanton der Schweiz die Förderung und Pflege der Kultur zur Staatsaufgabe erklärt hat.

Lage und Landschaft

Der Kanton Aargau befindet sich im Norden des Schweizer Mittellandes und beinhaltet damit auch einen Teil der östlichen Ausläufer des Juragebirges. Neben der Aare grenzt der Kanton im Norden auch an den Flusslauf des Rheins, welcher zugleich die nördliche Grenze zum deutschen Bundesland Baden-Württemberg bildet. Im Osten von Aargau befindet sich der Kanton Zürich, im Süden hingegen grenzt Aargau an Luzern und Zug. Im Westen bilden die Kantone Bern, Solothurn sowie der Halbkanton Basel-Landschaft die Grenze zu Aargau. Damit befindet sich der Kanton in einer zentralen Lage, direkt im Dreistädteeck von Zürich, Basel, Luzern. Gerade diese zentrale Lage brachte dem Hauptort des Kantons 1798 für einige Monate die Stellung als erste Hauptstadt der Schweiz ein.
Die Landschaft von Aargau ist damit sowohl durch die Ausläufer des Juragebirges mit seinem Fels- und Gletschermassiv aber gerade auch durch blühende Felder und die sonnebeschienenen Flussläufe der Aare und des Rheins geprägt.

Lenzburg Aargau

Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten

Besucher des Kantons erwarten viele historische Sehenswürdigkeiten, die sich vor sagenhaften Naturpanoramen ausbreiten. Zu den besonders sehenswerten historischen Attraktionen zählen unter anderen, das Schloss Lenzburg, Schloss Hallwyl, Schloss Wildegg oder die Habsburg. Ein ebenfalls stark frequentiertes Ausflugsziel ist das Kloster Muri.
Gerade das Schloss Lenzburg, die älteste Höhenburg der Schweiz, ist sowohl wegen der beeindruckenden Rundumsicht über die Lenzburger Altstadt als auch dem Historischen Museums des Kantons Aargau, ein sehr beliebtes Ausflugsziel. Das Schloss wurde auf einem 508 Meter hohen Molassehügel, dem Schlossberg, errichtet und bietet seinen Besuchern einzigartiges landschaftliches Panorama.
Das sich über gleich zwei Inseln erstreckende Wasserschloss Hallwyl zählt zu den insgesamt schönsten Wasserschlössern des Kantons. Zugleich wartet der Hallwilersee mit sehr idyllisch gelegenen Badeplätzen und Feuerstellen auf. Zusätzlich finden sich hier diverse kürzere Spazierroute aber auch sportliche Wanderwege. Im Sommer ist der Halwillersee auch für den Schiffsbetrieb geöffnet und lockt jährliche zahlreiche Besucher mit seinem Angebot an Bootsausflügen.
So auch die Habsburg, der berühmten Habsburger Dynastie, die hier in Aargau mit der im 10. Jahrhundert errichteten Gipfelburg ihren Stammsitz unterhält. Wer mehr über das Wirken der Habsburger erfahren möchte, sollte sich auch einen Besuch des Kloster Muri, dem Hauskloster der Habsburger, in der Region Freiamt nicht entgehen lassen. Sowohl wegen seiner architektonischen als auch kulturellen und historischen Bedeutung wurde das denkmalgeschützte Klostergebäude in der Liste der Kulturgüter von nationaler Bedeutung aufgenommen.
Aargau ist auch seine vielen Thermalquellen und Bäder bekannt. So beispielsweise die öffentlichen Thermalbäder in Bad Zurzach, Rheinfelden AG, Baden oder die Aquarena in Schinznach. Das Aquarena Bad in Schinznach besteht bereits seit 1658 und verfügt auf einer Fläche von circa 600 m2 über insgesamt drei Becken mit einer durchschnittlichen Temperatur von 35 °C.
Eine Besonderheit des Kantons und zugleich für die gesamte Schweiz ist der Wat Srinagarin, der bisher einzige thailändische Tempel in der Schweiz. Die buddhistische Tempelanlage befindet sich in Gretzenbach, direkt an der Grenze zwischen dem Kanton Solothurn und Aargau. Die Architektur entspricht einem klassischen thailändischen Wat. Es ist das Zentrum der buddhistischen Gemeinde der Schweiz und zieht jährlich Tausende Gläubige sowie Besucher an.
Besucher des Kantons sollten sich keinesfalls einen ausgiebigen Aufenthalt im Hauptort Aargau entgehen lassen. Insbesondere die im gotischen Stil erhaltene Altstadt von Aargau, berühmt für seine vielen bemalten Dachuntersichten, den 'Dachhimmeln', bildet einen der zentralen touristischen Anziehungspunkte. Die vielen bemalten Unterschichten der vorstehenden Dachgiebel stammen mehrheitlich aus dem 16. Jahrhundert und haben Aargau den Beinamen 'Stadt der schönen Giebel' eingebracht. Die historische Stadtmauer Aargaus stammt selbst noch aus dem 13. Jahrhundert und ist zu weiten Teilen gut erhalten. So auch das Zentrum des durch die historische Stadtmauer umfriedeten Altstadtzentrums, in dem sich auch das berühmte Straßenkreuz aus Rathausgasse, Kirchgasse und Kronengasse findet.
Gerade mal 3 km südwestlich vom Hauptort Aargau entfernt liegt der 1903 gegründete Wildpark Roggenhausen mit einem reichhaltigen Portfolio an Wildtieren, die in weitestgehend natürlich angelegten Gehegen gehalten werden. Zu den dort ansässigen Wildtieren zählen vorwiegend einheimische Tierarten, wie Steinböcke, Hirsche, Wildschweine und Murmeltiere. Wer mehr über die Flora und Fauna Aargaus erfahren möchte, sollte sich einen Spaziergang über den parkeigenen Naturlehrpfad nicht nehmen lassen. Der Tierpark ist ganzjährig für den Besucherverkehr geöffnet. Wer zudem mehr über das Verhältnis von Mensch und Natur sowie über die Artenvielfalt der Schweiz in Erfahrung bringen möchte, ist im Aargauer Naturmuseum genau an der richtigen Adresse.
Kulturhistorisch interessierte kommen auch in Aargau keinesfalls zu kurz. Im Vindonissa-Museum in Brugg lassen sich die Spuren der römischen Geschichte in der Schweiz zurückverfolgen. Denn im Raum Brugg/Windisch hat sich vor etwas mehr als 2000 Jahren das einzige römische Legionslager der Schweiz befunden. In Windisch befindet sich auch das größte und zugleich am besten erhaltene römische Amphitheater der Schweiz.
Auch Freunde der Kunst kommen in Aargau ganz auf ihre Kosten. Das Aargauer Kunsthaus wartet mit einer imposanten Mischung aus Kunstausstellungen und Architektur auf.
Neben den vielen weiteren Sehenswürdigkeiten des Kantons sind es gerade auch die besinnlichen Kleinstädte, die mit ihrem besonderen Charm, eine geradezu magische Anziehungskraft auf Besucher aus aller Welt ausüben. Zu den besonders sehenswerten historischen Kleinstädten des Kantons zählen u. a. Baden, Bremgarten und Zofingen.

Baden Limmattal Aargau

Tradition und Brauchtum

Zu den berühmtesten traditionellen Festen in Aargau zählen der Maienzug im Juli, der Bachfischet sowie die Rüeblimärt.
Insbesondere der regelmäßig am ersten Freitag im Juli stattfindende Maienzug gilt den Aargauern als das Fest der Feste, mit dem der Beginn der Sommerferien gefeiert wird. Ein Brauchtum, das bereits seit mehr als 400 Jahren in Aargau zelebriert wird. Wenngleich der erste Freitag im Juli als offizielles Datum gesetzt ist, verwandelt sich bereits am Donnerstagabend, dem Maienzug Vorabend, die gesamte Stadt in einen Festplatz. Sowohl auf den Gassen als auch den Plätzen der Stadt werden Konzertbühnen errichtet, während die Bars und Restaurants ihre Pforten bis in die frühen Morgenstunden öffnen. Der eigentliche Höhepunkt des Maienzugs ist jedoch der Umzug der Schüler durch die Altstadt sowie das daran anschließende große Bankett auf dem Maienzugplatz mit teilweise bis zu 3000 Teilnehmern.
Beim Bachfischet handelt es sich um einen regional auf den Hauptort Aargau sowie die angrenzende Gemeinde Suhr eingrenzbaren Volksbrauch aus dem 13. Jahrhundert, der stets am vorletzten Freitag vor den Herbstferien gefeiert wird. Der bereits im 13. Jahrhundert angelegte Stadtbach muss einmal im Jahr gereinigt werden. Seither nutzen die Kinder, sobald die Sperren oberhalb von Suhr schließen und die Lettenwiesen trockengelegt werden, die Gelegenheit zum Sammeln von Fischen und Krebsen. Die Einlassung des Baches nach erfolgter Reinigung des Bachlaufes wird von Kindern mit Blattwerk geschmückten, selbst gebastelten Laternen an Haselruten sowie Gymnasialschülern mit Fackeln von Suhr bis nach Aargau begleitet. Den Abschluss der Festivität bildet das Aargauer Schachen, ein großes Feuerwerk, welches durch den Mords-Chlapf, einem sehr lauten Böllerschuss beendet wird.
Nennenswert sind auch die Jugendfeste u. a. in Aargau, Brugg, Lenzburg oder Zofingen, die auf eine jahrhundertalte Tradition zurückgehen. Bei den Jugendfesten treiben die Jugendlichen der Gemeinden als Chläuse, Chlauschlöpfer oder Stäcklibuebe verkleidet ihren Schabernack mit den Passanten und tragen dabei zugleich zu einem gemeinnützigen Zweck bei. Denn sowohl die Sternsinger von Wettingen als auch die Chläuse beim Chlausjagens in Hallwil spenden das durch sie eingesammelte Geld stets einem wohltätigen Zweck.
Seit 1981 findet in Aargau stets am ersten Mittwoch im November der Aargauer Rüeblimärt statt. Ein Karottenmarkt in der Aargauer Altstadt auf dem neben Rüebli auch diverse lokale und überregionale Spezialitäten angeboten werden. Durchschnittlichen finden sich hier circa 140 Verkaufsstände und bis zu 45.000 Besucher aus der Schweiz und dem Ausland ein.
Seit 2017 neu aufgenommen in die Liste der lebendigen Traditionen der Schweiz ist die Badenfahrt. Die Badenfahrt ist ein großes, mehrtägiges Volksfest, mit mittlerweile bis zu 1.000.000 und mehr Teilnehmern und damit das insgesamt größte Volksfest des Kantons Aargau sowie eines der größten Stadtfeste der Schweiz. Erstmals im Jahr 1923 zelebriert, findet es lediglich alle zehn Jahre statt. Da dies den meisten Aargauern zu lang erschien, wird seit einigen Jahren, die 'Kleine Badenfahrt' alle fünf Jahre gefeiert. Während der Badenfahrt verwandelt sich die gesamte Aargauer Altstadt in einen riesigen Festplatz mit selbst gestalteten Festzelten, Konzertbühnen, Theateraufführungen und vielem mehr.
Zu den lebendigen Traditionen jüngeren Datums zählt u. a. auch das seit 1991 bestehende Open Air Festival 'Heitere', welches für die meisten Jugendlichen und jungen Erwachsenen des Kantons den Höhepunkt des Kultursommers bildet.

Spezialitäten aus Aargau

Der Kanton Aargau wartet auch mit einer großen Vielfalt regionaler Spezialitäten auf, die seinen Besuchern kulinarische Genussmomente bescheren. Neben den vielen regionalen Produkten, wie bspw. die mehrfach ausgezeichneten Senfvariationen der Bio-Senf.ch finden sich auch unzählige klassische Aargauer Gerichte.
Ein bekanntes und durchaus beliebtes Gericht ist der Aargauer Buuretopf. Ein Bauerneintopf aus Schweinefleisch und Schweinsfüßen mit Gemüseeinlage und Bouillon.
Speziell sind auch die Aargauer Rösti. Diese unterscheiden sich zu den in der Schweiz weitverbreiteten Rösti insbesondere durch die Zugabe von Zwiebeln, welche den Rösti zusätzlich Würze verleihen.
Sehr beliebt ist auch der Aargauer Braten. Hierbei handelt es sich um einen Schweinebraten in Weißweinsoße, der in der Regel aus mit gedörrten Zwetschen gespickten Schweinehals zubereitet wird und hierdurch seine charakteristisch süßsaure bis fruchtige Note erhält.
Deftig und zugleich erfrischend fruchtig ist auch das 'Schnitz und Drunder', ein Eintopf aus Kartoffeln und Schweinefleisch, der durch Birnen und Süßmost verfeinert wird.
Eine sehr verbreitete Süßspeise ist der Lenzburger Landfrauenkuchen. Ein Kuchen aus Mürbeteig, der mit einer Füllung aus süßen Äpfeln und Sultaninen aufgebacken wird.
Ebenso die Chriesitötsch, ein süßer bis herzhafter Griesauflauf mit Kirschen.
Zu den Spezialitäten mit sehr hohem Regionalbezug zählen unter anderen auch die Fricktaler Biskuitrouladen. Dies sind sehr luftig und leicht gebackene Biskuitrollen, die mit einer sehr feinen Kirschbuttercreme gefüllt sind. Ebenfalls aus den Fricktal in Aargau stammt das Rezept für die Fricktaler Pastete. Eine in Kuchenform gebackene Schinkenpastete, die mit Gruyère Käse, Senf und Muskatnuss verfeinert wird.
Auch die Gemeinde Baden in Aargau weist sich durch eine Reihe regionaler Spezialitäten aus, die sich mittlerweile auch weit über die Grenzen des Kantons verbreitet haben. Bei den Badener Chräbli handelt es sich um ein ungewöhnlich helles Anisgebäck, dessen Rezeptur bereits seit dem Jahr 1710 bekannt ist. Badener Steine sind eine Schokoladenspezialität aus Baden. Hierbei handelt es sich um kleine, mundgerecht geformte Schokoladensteine mit einer Biskuit-, Haselnuss- und Kirschfüllung. Die original Badener Steine werden auch heute noch ausschließlich von Hand und unter Verwendung von ausschließlich hochwertigen Zutaten hergestellt.
Im Rüebliland, dass bekannt ist für seinen Rüeblimärt, dürfen selbstverständlich auch Karottengerichte nicht fehlen. Zu den bekanntesten Rüebliprodukten und Karottengerichten zählen u. a. das Rüeblibrot, Rüeblicremesuppe und die Rüeblitorte.
Das berühmte Rüeblibrot besteht aus einem Hefe-Karottenteig und wird am besten frisch verzehrt. Die Rüeblicremesuppe ist eine begehrte Vorspeise aus einer Kartotten-Gemüse-Creme, die mit Schnittlauch, Knoblauch, Gewürznelken und Speck verfeinert wird.
Die Rüeblitorte schließlich ist ein Kuchen aus einem Weißmehlteig, der durch Zugaben von Karotten, Nelken, Zimt, Zitrone und geriebenen Haselnüssen verfeinert wird. Abgerundet wird die Torte durch eine Deckung aus Marzipanrüebli sowie Puderzucker.

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