Drei abenteuerliche Erlebnisse im Jura

Das Juragebirge verzaubert mit romantischen Dörfern und seiner märchenhaften Landschaft. Von beindruckenden Felshängen, Canyons, Wasserfällen und Hochebenen bis hin zu malerischen Pferdeweiden im Parc du Doubs. Der Jura erstreckt sich von Genf aus entlang der schweizerisch-französischen Grenze über die Kantone Neuchâtel und Jura, südlich des Hochrheins bei Basel bis zur Mündung der Aare in den Rhein bei Koblenz im Kanton Aargau und bildet zu jeder Jahreszeit das perfekte Naherholungsgebiet mit wunderschönen Wanderwegen, Velotouren und sogar Ausflügen mit dem Schiff.
Mit dem Velo ab Porrentruy in die Urzeit, nach Frankreich und wieder zurück
Von Porrentruy (dt.: «Pruntrut») im Kanton Jura aus startet die 55 km lange Velo-Route in Richtung der schweizerisch-französischen Grenze. Die Tour startet in Richtung Westen und führt durch das für sein Schweinefest zu St. Martin bekannte Dorf Chevenez. Einige Kilometer weiter im Süden bietet es sich an, im Örtchen Réclère eine erste Pause einzulegen und auf dem Jurassica Lehrpfad im Préhisto-Parc den Spuren der Dinosaurier zu folgen.
Durch Grandfontaine geht die Fahrradtour weiter zur «Grotte Notre-Dame de Lourdes». Die künstlich angelegte Natursteingrotte geht auf ein Gelübde sieben im zweiten Weltkrieg geflohener Familien zurück, der heiligen Maria eine Statue zu erbauen, wenn sie wohlauf in ihre Heimat zurückkehren könnten. Die 1951 eingeweihte Grotte ist heute ein Wallfahrtsort und liegt an einem Hang oberhalb des Dorfes Lixing-les-Rouhling mit Weitblick über das Dorf und die umgebende Landschaft.
Weiter geht es vorbei an Sonnenblumenfeldern, durch Grandfontaine und Fahy bis zum Grenzübergang bei Bure. Bis Delle, knapp hinter der französischen Grenze, führt der Weg durch diverse, romantische Dörfer. Alte Häuser und farbenfrohe Fassaden verleihen diesem Ort einen einzigartigen Charakter. Zurück in die Schweiz geht es an Kuhweiden vorbei nach Boncourt und in Richtung Südosten an der L'Allaine entlang. Durch Courtemaîche geht es zurück nach Porrentruy. Dort gibt es viel zu entdecken: Etwa das Museum Jurassica mit seinem botanischen Garten, die idyllische, verwinkelte Altstadt mit Barockschloss oder der lehrreiche Uhrenweg.
→ 55 km ↑ 680 m ↓ 680 m | Mittelschwer
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Parc du Doubs – Das Landschaftsjuwel im Jura
Der Parc du Doubs erstreckt sich über die drei Kantone Neuenburg, Jura und Bern und ist der ideale Ort für Wanderungen, Velotouren, ausgedehnte Spaziergänge, Langlauf und Reitausflüge. Mit einem außergewöhnlichen Mosaik aus den unterschiedlichsten Lebensräumen bildet der Naturpark auf vergleichsweise engem Raum eine scheinbar endlose, eigene Welt. Trockengebiete grenzen direkt an Feuchtgebiete, große Wälder werden zu weitläufigen Weiden und die sonnendurchflutete Hochebene der Freiberge bildet das Gegenstück zu den mystischen Waldschluchten beim Canyon des Doubs.
Das bestockte Weideland bietet nicht nur Kühen und den berühmten Freiberger Pferden einen Ort zum Weiden, sondern auch zahlreichen Wildtieren, Vögeln und Insekten einen Lebensraum. Die Wytweiden sind ein Ort der Vieh- und Forstwirtschaft, zugleich aber auch ein Ort mit hohem ökologischen Wert. Eine Kulturlandschaft, die es sonst selten so abwechslungsreich zu sehen gibt. Wer die Augen offen hält, entdeckt beim Spazieren die große Artenvielfalt der Flora und Fauna auf den Wytweiden. Ungewöhnlich hochgewachsene Weisstannen, Bergahorn, Ebereschen und Fichten zieren die Landschaft, und wer genau hinschaut, findet in den halbschattigen Übergangszonen vielleicht ein weißes oder sogar das seltenere rote Waldvöglein – eine unserer heimischen Orchideen.
Auch die geschützte Moorlandschaft kann man von den Wytweiden aus hautnah erleben. Die uralten Torfmoore sind eines der fragilsten Ökosysteme der Wytweiden und von immenser ökologischer Bedeutung. Neben ihrer Artenvielfalt speichern sie wichtiges Wasser und binden CO² aus der Atmosphäre. Wegen ihrer ökologischen Wertigkeit und nicht zuletzt wegen ihrer Verletzlichkeit stehen die Torfmoore unter Naturschutz.



Vom Lac des Brenets zum Wasserfall und unterirdischen Mühlen
Nicht nur die unbeschreiblich schöne Landschaft rund um den Doubs herum ist ein Abenteuerparadies, auch der Doubs selbst hält zahlreiche spannende Erlebnisse bereit. Schroffe Felswände und Tannenwälder grenzen das Seen- und Flussgebiet ein und offenbaren einen ganz besonderen Blick auf die ruhige Natur um den Fluss herum. Vor rund 14.000 Jahren haben die Trümmer eines Bergsturzes den Flusslauf des Doubs zum 4 Kilometer langen und etwa 200 Meter breiten Lac des Brenets aufgestaut. Im nordöstlichen Abschnitt des natürlichen Stausees erreicht dieser eine Wassertiefe von bis zu 26 Metern. Am «Saut de Doubs» vollzieht die Landschaft dann einen Wechsel. Der ruhige, sanft fließende Fluss zeigt sich von einer wilden Seite. 27 m tief stürzt der Wasserfall tosend hinab.
Ein ganz besonderes Erlebnis ist eine Schiffstour über den Lac des Brenets. In einer 20 minütigen Bootsfahrt führt der Weg zunächst zum Wasserfall und einem 15-minütigen Abstecher auf die französische Seite der Grenze, von wo aus sich ein neuer Blickwinkel auf den größten Wasserfall des Juras eröffnet. Im Anschluss an den Ausflug empfiehlt sich ebenfalls ein Besuch der der alten, unterirdischen Mühlen von Col-des-Roches bei Le Locle. Der Abstieg durch die Mühlen ist eine Zeitreise bis zurück in das 17. Jahrhundert, als die Mühlen errichtet und erstmals genutzt wurden. Per Audioguide werden viele spannende Informationen zur Geschichte der Mühlen vermittelt.



